[>>]

Montag, 9. Juni 2008

Skandal | Treibgut

Wie ich eben meinen Referrern entnehme, gelangt man auf meine schwer jugendfreie Seite mittels der Suche nach "bumsen stories".
Wenn Sie mir jetzt kommen mit "Jugendfreie Seite, pah! Sex und Knie, Abtreibung und Politik! Das ist ja schlimmer hier als Busen Buchstabenraten auf 9Live! Im Gegensatz zu den meisten anderen Weblogs wird hier Pornographie groß geschrieben! Wo also ist der Skandal?", dann zeige ich Ihnen den Skandal: Die mir sehr werte Frau Wahl liegt bei der gleichen Suche acht Plätze vor mir, dabei erzählt sie doch von Raupen und schreibt kulturell wertvolle Texte!
Bei mir dagegen wird nach Entjungferungsszenen, promisken Prominenten, die sich mit professionellen Prostituierten profilieren, und seit Wochen nach Rhabarberkuchen gesucht, obwohl die Raharberzeit doch schon ewig rum ist. Und wo liege ich? Hinter Frau Wahl in der Beliebtheit von Sexgeschichten. Ich sage: Skandal!

Das Warten | Ex Oikos

Das Telefonat war enttäuschend. Nein, das so zu sagen, setzt meine Mutter in ein unrechtes Licht. Sie war es nämlich, die mich anrief, nicht die Damen und Herren aus der Schweiz. Immer noch ist kein Anruf gekommen, und ich weiß, es wird auch keiner mehr folgen.
Sonst hätte es ihn schon gegeben.

Der Freund ruft später an, er ist noch nervöser als ich. Seine Erwartungen sind wahrscheinlich höher als meine, so kommt mir das mitunter vor, dabei ist er der Einzige, der bei der Schweiz-Sache in keiner Weise profitieren würde. Außer vielleicht in der Hinsicht, daß ihn keiner mehr davon abhielte, Dinge zu kaufen, die außerhalb des wirklich Notwendigen liegen.
Ich kann dem Freund aber nur sagen, was ich auch schon meiner Mutter gesagt habe: Später vielleicht. Wahrscheinlich haben sie sich noch nicht abschließend entschieden, da sie ja auch noch auf die Entscheidung des eigentlichen Chefs warten müssen. Ich verspeche mich wieder zu melden, sobald ich Neues weiß.

Die Stunden ziehen sich. Ich räume auf, was in den letzten Tagen noch übrig geblieben ist. Viel ist es nicht, denn eigentlich warte ich schon eine Woche auf den Anruf, wenngleich er erst für heute angekündigt war.

Ich wische ein Fenster, da finde ich meine Wut. Sie hat sich sorgsam versteckt, doch jetzt hat sie sich hervorgetraut, wird geschoben von Schwester Selbstgerechtigkeit und Häuptling Verletztem Stolz. "Wie kann das sein", keift sie, "daß da keiner anruft? Für wen halten die sich und für wen eigentlich dich? Du bist zu ihnen gekommen und hast vor ihnen geglänzt, du warst chamant, geistreich und der ideale Kandidat. So jemanden stiehlt man doch nicht grundlos die Zeit!"
Nein, das tut man nicht. Ich gehe weg und lasse die Wut einfach stehen. Sie rufen nicht mehr an, sie wollen mich nicht.

Das Gefühl der Ablehnung ist nicht so schlimm wie befürchtet. Die Aussicht auf Berge hatte ohnehin etwas surreales. Es schien von Anfang an nicht wahr. Natürlich wäre es eine reizvolle Stelle gewesen, auch die ganztägige Aussicht auf die Berge und der zweiminütige Weg zum Zürisee.
Weniger reizvoll natürlich wäre die Aussicht auf eine dreijährige Fernbeziehung gewesen, aber auch das schafft man. Es wäre die Schweiz gewesen und nicht Brasilien.
Doch die Gedanken sind obsolet. Sie rufen nicht an. Die Ablehnung ist mir sicher. Hätten sie mich gewollt, sie hätten mich angerufen.

Erst spät denke ich daran, nach meinen Mails zu sehen. Es wäre ungewöhnlich, mir die Zusage nicht persönlich zu geben, aber auch die Absage dürfte doch persönlich zu geben sein. Wer sich mit zwei anderen Kandidaten gegen 21 andere durchsetzt, dürfte doch einen Anruf wert sein.
Und dann: eine E-Mail, im Spam-Filter hängengeblieben. Eine Absage.

Linksammlung 2 | Ich warte noch auf einen Anruf | Treibgut

Kinners, das ist ja nervenzerfetzender als das deutsche EM-Spiel. Das war zwar auch nicht zu verachten und ich habe natürlich mitgefiebert, jetzt bin ich aber dem Telefonklingeln ausgeliefert und Fußball ist sowas von gestern, es ist nicht zu glauben.
Weil ich mich aber nicht verrückt machen will, räume ich meine Lesezeichen weiter auf, weil es ja am Freitag schon so schön war. Bilder gibts diesmal aber nicht, das ist zu aufwendig, sind nämlich deutlich mehr als nur fünf Links.

Das Thema heute: Photoshop, Design, Inspiration, Webseitengestaltung und Kram.
Beginnen wollen wir mit dem Photoshop-Weblog, PSDtuts, eyesontutorials und photoshopquicktips sowie snap2objects.
Was es da zu finden gibt? Nachrichten und Anleitungen, Inspirationen und Geplauder zum Thema Photoshop. Wie man nach einem raschen Blick sieht, wurde im neolog kein einziger Tip dieser Seiten angewendet.

Tatsächlich habe ich mir den Rat von Modern Life is Rubbish zu Herzen genommen: "Forget Design 'Inspiration'!". Wenn Sie der Meinung sind, das hätte aber auch besser werden können, haben Sie recht, aber wir sind ja hier bei einem Ernährungsfuzzi und nicht bei Webdesignern. Die kommen erst später.
Wer sich trotzdem inspirieren lassen will (und vielleicht Webdesigner ist), findet womöglich hier Erleuchtung: Forwebdesigners, eine momentan 625 Verweise umfassende Linksammlung mit allem, was das Designerherz begehren könnte. Irgendwann war da auch ein Link zur "Design Inspiration Gallery" FaveUp, wo Icons, Logos, Webseiten und Visitenkarten vorgestellt und geliebt werden können.

Liebend gerne empfehle ich übrigens das Tutorial Blog, das sich nicht nur auf Photoshop-Empfehlungen beschränkt, sondern auch gute Ratschläge zu anderen Themen gibt. Sie finden die Überleitung an den Haaren herbeigezogen? Ich auch. Also lassen wir das mit den Überleitungen und kommen gleich zu den Webdesignern.

Etherfarm von Narayan Nayar, Hampish MacPherson, Bad Ass Ideas von Samantha Warren, hicksdesign, Svenigson, Dan Philibin, Jared Christensens Jaredigital und B-Man. Zu kommentarlos? Na gut. Ich versuche Besserung. Authentic Boredom von Cameron Moll wurde in der Vergangenheit von irgendwem, den man kennen könnte, wenn man sich mehr in amerikanischen Designerkreisen rumtreiben würde (aber wer macht das schon), gewsisermaßen zur Pflichtlektüre für jeden erhoben, der sich mit Webdesign oder Grafik beschäftigt. Irgendwann hatte ich ihn auch schon mal empfohlen und bestimmt werde ich das auch wieder tun, wenn nicht endlich wer anruft!
Derweil empfehle ich noch Angie McKaig, die eine Bloggerlegende sein könnte, wenn es damals, als sie das getan hat, was heute was heute als Bloggen bekannt ist, schon so geheißen hätte. So hat sie eine hübsche Seite im Internet, wo sie ganz viele Links bereithält. Anschauen!

Oh ein Anruf! Melde mich wieder.