Bis später | Coram Bello
Manchmal ist es irritierend, wie man an einem Tag einen Gedanken denkt und später entdeckt, daß man nicht der Einzige ist, der ihn gedacht hat.
Natürlich ist das oft so, so originell ist keiner, daß eine Erkenntnis ein Unikat bleibt. Aber sie ist immer neu für denjenigen, der sie gehabt hat, das Gefühl der eigenen, persönlichen Erkenntnis kann einem niemand mehr nehmen.
Worum es also eigentlich geht, ist ein Gedanke, den ich heute beim Warten in der Postschalterschlange hatte. Man steht rum, man schaut sich die anderen Kunden an und plötzlich erscheint alle Selbstverwirklichung ein bißchen überflüssig angesichts der Päckchen, die jeder von uns trägt. Eigentlich, so denkt man sich, sollte man doch langsam erwachsen werden, man sollte endlich mal fertig sein mit der Persönlichkeit, man sollte nicht dauernd versuchen, sich weiterzuentwickeln.
Doch dann denkt man: Warum sollte man, wenn man kein Drittel seiner erwarteten Lebenszeit hinter sich hat, plötzlich aufhören zu wachsen? Warum sollte man als der, der man geworden ist, 60 Jahre bleiben. Ein Baum wächst weiter, bis er umfällt. Warum sollte der Mensch das dann nicht tun?
Oder soll er warten, bis er Zeit dazu hat?
Lilli spricht etwas ähnliches an: "man verschiebt doch so vieles auf später - als ob man eine Garantie dafür hätte, dass man erst hoch betagt an die Reihe kommt."
Recht hat sie, das zu sagen. Wir verschieben so viel, was wir tun wollten, auf später, auf einen Moment, den wir selbst noch nicht sehen. Wir leben oft in der Erwartung auf einen Tag, den wir vielleicht nicht mehr erleben. Wir verschieben unser Leben auf später.
Später werden wir allerdings feststellen, es hat nicht gereicht. Unsere Zeit hat zu vielem nicht gereicht, was wir uns vorgenommen hatten, während wir in der Zwischenzeit zu oft von dem Weg abgekommen sind, den wir eigentlich hätten gehen wollen.
Natürlich ist das oft so, so originell ist keiner, daß eine Erkenntnis ein Unikat bleibt. Aber sie ist immer neu für denjenigen, der sie gehabt hat, das Gefühl der eigenen, persönlichen Erkenntnis kann einem niemand mehr nehmen.
Worum es also eigentlich geht, ist ein Gedanke, den ich heute beim Warten in der Postschalterschlange hatte. Man steht rum, man schaut sich die anderen Kunden an und plötzlich erscheint alle Selbstverwirklichung ein bißchen überflüssig angesichts der Päckchen, die jeder von uns trägt. Eigentlich, so denkt man sich, sollte man doch langsam erwachsen werden, man sollte endlich mal fertig sein mit der Persönlichkeit, man sollte nicht dauernd versuchen, sich weiterzuentwickeln.
Doch dann denkt man: Warum sollte man, wenn man kein Drittel seiner erwarteten Lebenszeit hinter sich hat, plötzlich aufhören zu wachsen? Warum sollte man als der, der man geworden ist, 60 Jahre bleiben. Ein Baum wächst weiter, bis er umfällt. Warum sollte der Mensch das dann nicht tun?
Oder soll er warten, bis er Zeit dazu hat?
Lilli spricht etwas ähnliches an: "man verschiebt doch so vieles auf später - als ob man eine Garantie dafür hätte, dass man erst hoch betagt an die Reihe kommt."
Recht hat sie, das zu sagen. Wir verschieben so viel, was wir tun wollten, auf später, auf einen Moment, den wir selbst noch nicht sehen. Wir leben oft in der Erwartung auf einen Tag, den wir vielleicht nicht mehr erleben. Wir verschieben unser Leben auf später.
Später werden wir allerdings feststellen, es hat nicht gereicht. Unsere Zeit hat zu vielem nicht gereicht, was wir uns vorgenommen hatten, während wir in der Zwischenzeit zu oft von dem Weg abgekommen sind, den wir eigentlich hätten gehen wollen.
