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    <title>neolog (Ein Wolf für alle Felle | PETA und Herr Wolf)</title>
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    <description>Ein Wolf für alle Felle | PETA und Herr Wolf</description>
    <dc:publisher>neolog</dc:publisher>
    <dc:creator>neolog</dc:creator>
    <dc:date>2008-05-15T09:17:37Z</dc:date>
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    <title>neolog</title>
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    <title>Der Freund findet das nicht lustig</title>
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    <description>Ist ja normalerweise nicht so meine Sache, Witze zu machen. Trotzdem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist der Unterschied zwischen Ostdeutschland, Westdeutschland und Österreich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ostdeutschland werden Kinder in &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,535418,00.html&quot;&gt;Blumenkästen&lt;/a&gt; vergraben, in Westdeutschland kommen sie in die &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,552056,00.html&quot;&gt;Tiefkühltruhe&lt;/a&gt; und in Österreich in den &lt;a href=&quot;http://dcrs-online.com/tochter-24-jahre-lang-von-vater-in-keller-gesperrt-200821027&quot;&gt;Keller&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Treibgut&quot;&gt;Treibgut&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-15T09:11:00Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Wortlos | Kein Anschluß unter einer Nummer</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/4916002/</link>
    <description>Meine Stimmbänder sind derzeit etwas unterbelastet. Vor ein paar Wochen schob ich es noch auf eine Larynghitis, die ich letztes Jahr um die Zeit hatte, heute allerdings bin ich mir sicher, es ist nur auf die mangelnde Übung zurückzuführen.&lt;br /&gt;
Eben habe ich meiner Sandkastenfreundin per Mail mitgeteilt, daß ich am 21. Juni ein Büffet aufstaple und sie gerne zum abessen dabeihätte, statt ihr selbige Information auf den Anrufbeantworter oder direkt in ihr Ohr zu sprechen. &lt;br /&gt;
Merkwürdig, daß in Zeiten von so einfacher Kommunikation nichts schwerer fällt als diese. Neulich hätte ich beinahe einen Pensionär niedergeknüppelt, weil er im Sonnenschein des Kurparks sein Handy dabeihatte und laut in die Gegend telefoniert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber hilft gegen die Stimmbanduntätigkeit und eventuelle Beläge: Kirchenlieder singen. Vielleicht auch überhaupt singen. Kirchenlieder erfüllen aber wenigstens noch spirituell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile - aber anderes Thema - avancierte ich mich zum Kenner der Materie &quot;Wie verzweifle ich nicht, wenn ich nach dem Studium feststelle, daß mein Studiengang zu nichts taugt?&quot;. Die ehemalige Kommilitonin fällt fast vom Hocker vor Arbeitsmarktfrust und fragt ernsthaft &lt;i&gt;mich&lt;/i&gt; um Rat. Wie leichtsinnig. jetzt wird sie doch Pharmaberaterin.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Coram+Bello&quot;&gt;Coram Bello&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-08T14:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/4913645/">
    <title>Dem Terror ausgesetzt</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/4913645/</link>
    <description>Das ist der Titel einer Broschüre der Zeugen Jehowas, die einsam und ein bißchen in den Dreck getreten am Rand des Bad Nauheimer Blumenmarktes auf achtsame Passanten wartete. Den Impuls, die Broschüre aufzuheben, weil sie meine Eindrücke vom Blumenmarkt treffend wiederspiegelte, konnte ich gerade noch unterdrücken, weil mich sonst die ganzen wurstessenden Blumenverrückten umgestoßen und zu Dünger zertrampelt hätten.&lt;br /&gt;
Rücksichtnahme wird hier nämlich ganz klein geschrieben, wenn mal was los ist in der drei Zentimeter breiten Fußgängerzone. Das durfte auch das kleine Mädchen feststellen, das von seiner Mutter mit dem Kinderwagen umgefahren wurde. Die Mutter hat aber weder das Umfahren bemerkt noch das Mädchen, das daraufhin bis außer Hörweite schrie: &quot;Au, Mama, Du hast mich getreten! Du hast mich mit dem Kinderwagen getreten! Mama! MAMA!&quot;&lt;br /&gt;
Mütter freuen sich übrigens heuer über den doppelten Muttertag, der ihnen vorgaukelt, wenigstens einmal im Jahr würde ihre Rolle als biologisches Kernstück der Familie tatsächlich wahrgenommen, was aber, sieht man sich die &lt;strike&gt;häßlichen&lt;/strike&gt; häuslichen Gegebenheiten näher an, nicht der Wahrheit entspricht.  Insofern freuen sich die Mütter also eigentlich nicht zweimal, oft auch nicht einmal einmal, sondern gar nicht.&lt;br /&gt;
Wer sich freut, ist die Floralmanufakturindustrie. Und ich, weil ich nämlich jetzt wieder aufhöre.  Die abrundende Pointe von der Floralindustrie zum Terror des Blumenmarktes finden Sie sicher allein, ich muß die Wäsche aufhängen.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Von+der+Front&quot;&gt;Von der Front&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-07T14:03:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/4897241/">
    <title>Zwischenfrage</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/4897241/</link>
    <description>Ich bitte um eine ehrliche Antwort: lesen Sie solch lange Texte wie den über die Tropfsteinhöhlen eigentlich?</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Von+der+Front&quot;&gt;Von der Front&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-29T13:10:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/4894298/">
    <title>À propos Nachrichten</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/4894298/</link>
    <description>Die Meldung aus Österreich, daß ein 73jähriger Rentner seine Tochter 24 Jahre lang im Keller mißbraucht hat, klingt im Übrigen irritierend, weil vielleicht auch einen Rekord im Dauermißbrauchen ankündigend. Ich will das Leid der Tochter nicht herabwürdigen, dennoch klingt es eher anstrengend als schrecklich.&lt;br /&gt;
Merke: Auch Journalisten sollten auf ihre Wortwahl achten.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Von+der+Front&quot;&gt;Von der Front&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-28T11:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/4893934/">
    <title>Koryphäen unter sich</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/4893934/</link>
    <description>Findet eigentlich unter Radiomoderatoren ein den Radiohörern verborgener Wettbewerb statt, in dem herausgefunden werden soll, wer den meisten abseitigen Text im Anfang eines Liedes unterbringen kann?&lt;br /&gt;
Manchmal ist es zwar fast erfrischend, wenn beispielsweise die aktuellen Plazierungen der Charts nicht voll ausgespielt werden, meistens aber ist es angenehmer, zwischen gesungener und gesprochener Sprache eine deutliche Distanz zu lassen. Wahrscheinlich geht das aber auch nur mir so. Ich mag ja auch keinen HipHop oder Rap. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eben habe ich mich versucht gefühlt, das Wort &quot;Plazierungen&quot; in meinem Wörterbuch nachzuschlagen, ob denn die Schreibung, die ich eben benutzt habe, tatsächlich irgendeiner offiziellen entspricht. Das erregte fast noch mehr meinen Unwillen als das geistlose Geplauder von Radiomoderatoren, die im Leben außerhalb des Studios bestimmt totalsupergute Menschen sind, die vor echtem Witz und Esprit überschäumen wie lange geschüttelter Champagner, mir aber leider nur dann begegnen, wenn sie sich im Radio mit sich selbst beschäftigen müssen. Vielleicht sollte ich andererseits auch etwas mehr Nachsicht üben: ich möchte auch nicht unbesehen jedem anderen Wildfremden bei seinen Selbstbeschäftigungen beiwohnen. Ich fordere hiermit akustische Privatsphäre für Radiomoderatoren. Oder nur eine Quarantäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß es mich ärgert, wenn ich mir der Schreibweise bestimmter Wörter nicht sicher bin, hat damit zu tun, daß es an meinem Koryphäenstatus kratzt, der besagt, daß ich mir immer und überall der Schreibung selbst komplexester Vokabeln und der richtigen Kombination verworrenster Grammatiken sicher bin. Bis zum Beginn des mittlerweile auch von vielen Fachleuten als unselig eingestuften Rechtschreibreformprozesses war das ein angenehmes Gefühl, das mir wohlig den Bauch gewärmt und gepinselt hat, mittlerweile allerdings verursachen selten gebrauchte Hülsen wie &quot;Plazierung&quot; eher ein Gefühl, das an Hunger oder dessen Gegenteil erinnert, womit ich mitnichten Sattheit meine.&lt;br /&gt;
Überliefert wird nämlich familiär, daß ich in jüngeren Jahren über meine Speisegewohnheiten zu berichten hatte, ich sei entweder hungrig oder mir sei schlecht. Das mag ich indes nicht so recht glauben, denn schlecht ist mir nur in den seltensten Momenten, die auch nicht so sehr etwas mit Hunger gemein haben, sondern nur von äußeren Motiven ausgelöst werden, Radio, Rechtschreibung undsoweiter.&lt;br /&gt;
Zum Brechen langt es bei solchen Reizen allerdings eher selten, dazu ist mir die Innenseite meiner Schneidezähne zu kostbar. In einer Vorlesung über Eßstörungen gelangte ich in den zweifelhaften Genuß von Photographien der Beißleiste von Bulimikerinnen, die sich nicht durch besondere Schönheit im gemeinheitlichen Sinn auszeichneten. Säurezerfressene Ruinen, die wie geschleifte Burgen oder - um ein besseres Bild zu verwenden - gebrochene Stalagmiten und Stalagtiten in einer von Mammutrudeln durchrasten Tropfsteinhöhle die Kauleiste der armen Eß-Brechsüchtigen bestücken wie marode Zinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genug der brüchigen Metaphern. Gehen wir zurück zu der Vorlesung und danach zurück zum Radio, wonach ich dann nochmals über die Tropfsteine sprechen mag. Zunächst aber die Vorlesung, die von einer Dame gehalten wurde, die ich um ihretwillen nicht beschreiben will, es ergäbe sich ein nicht besonders schmeichelhaftes Bild. Soll sie das also selbst tun, hat sie ja in der Vorlesung auch. &quot;Ich habe seit 30 Jahren das gleiche Gewicht von 50 Kilogramm&quot;, sagt also die toupierte Professorin, die immerhin den Lehrstuhl der Ernährungswissenschaften innehat und über eine interessante Auswahl an Haarreifen verfügt, die sie sich abwechselnd ins plustrige Haar steckt. &quot;Während der Schwangerschaft wog ich natürlich mehr, aber nach der Geburt erreichte ich bald mein Idealgewicht wieder, das seit 30 Jahren bei 50 Kilogramm liegt. Anders das Gewicht meines ehemaligen Au-Pairs.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende weder für das Au-Pair noch für sie selbst schmeichelhafte Geschichte erzählte sie flugs hinterher: Das Au-Pair sei eß-brechsüchtig gewesen, immer wieder habe die Professorin das arme Mädchen nachts an den Kühlschrank schleichen sehen, wo sie sich den sonst fast konkaven Bauch konvex gefuttert habe, nur um sich dann wie eine Schnecke an die Toilette zu schmiegen und über den Rand hinüber- und hineinzubeugen. Während Schnecken allerdings schleimen, tat das Au-Pair nicht dies, sondern nur sich oral entleeren. &lt;br /&gt;
&quot;Da kann man aber dem Mädchen nicht sagen, daß das ungesund sei, das ist ja wohl nur ihre eigene Sache.&quot; Sagte damals die Professorin, ich aber stand auf und sagte, das hätte sie aber mal wohl machen können, ja machen müssen, immerhin sei sie ja die Koryphäe auf dem Gebiet der Eßstörungen, da habe sie ja auch die Kompetenz, einzuschätzen, ob das nun schädlich sei oder nicht. Das sei mutwilliges Hilfeverweigern gewesen, das arme Mädchen da schneckengleich in der Toilette zu lassen, statt ihr Hilfe und ein Handtuch für die Haare anzubieten. Das sprach ich stehend im Raum, allein die Professorin weilte da nicht mehr unter uns, sie hatte die Vorlesung schon beizeiten beendet und den Raum verlassen, ich dagegen hatte einige Zeit für das Finden einer interessanten Erwiderung auf diese mundöffnende Anekdote gebraucht. Bis heute weiß die Dame nicht, was ich von ihr denke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von mir selbst denke ich im Übrigen, daß ich mal zum Ohrenarzt gehen sollte, ich erwische mich immer häufiger dabei, Verschiedentliches falsch zu hören. Da ich mir allerdings nicht sicher bin, inwieweit das Verhören physiologisch oder psychologisch oder vielleicht nur freudsch oder am Ende gar aus amüsierenden Motiven absichtlich ist, sollte ich vielleicht zusätzlich nicht nur zum Ohren-, sondern auch zum Gehirnarzt. Als letztwöchig über den Streik der Post berichtet wurde, hörte ich die Nachrichtensprecherin aus dem Radiogerät sagen, viele Brutkästen werden am selbigen Tage wohl leer bleiben, dieweil sie allerdings gemeint und sicher auch gesagt haben muß, die Briefkästen werden leer bleiben.&lt;br /&gt;
In meinem Fall hätte das keinen Unterschied gemacht, bei mir blieben Brut- und Briefkästen gleichermaßen leer, da ich weder Post bekomme noch Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Verhörer, der mich direkt zurückbringt zu den Tropfsteinhöhlen und einer Erklärung meines Vaters, entspringt einer Werbung für Tittenstrahldrucker.&lt;br /&gt;
Als ich das erste Mal mit meinem Vater eine Tropfsteinhöhle besuchte, erläuterte er mir die von seinem Vater geerbte Eselsbrücke, die ihm der Unterscheidung von Stalagmiten und Stalgtiten diente, nämlich: &quot;Titten hängen.&quot;&lt;br /&gt;
Mit diesem frappierenden Zeugnis geologieanatomischer Betrachtung möchte ich schließen, und uns allen einen sonnigen Montag wünschen. Einen sonnigen Montag uns allen.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Von+der+Front&quot;&gt;Von der Front&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-28T08:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/4883922/">
    <title>Gehen, schauen, schweigen</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/4883922/</link>
    <description>Seit Wochen übrigens sehe ich den dicken Sommelier mir immer wieder über den Weg laufen: in der Fußgängerzone, im Supermarkt, im anderen Supermarkt, beim Spaziergang im Park, quasi dauernd. Weiß auch nicht warum, er stalkt mich nicht absichtlich, denn er versucht genauso wie ich, den anderen bis zum letzten Moment zu ignorieren.&lt;br /&gt;
Der dicke Sommelier ist Italiener, sein Bruder überraschenderweise auch. Letzterer arbeitet im familieneigenen Restaurant in Friedberg, das überraschend toll ist für Friedberg. Da allerdings habe ich den dicken Sommelier noch nie gesehen. Daß sie Brüder sind, weiß ich, weil ich ein Gespräch belauscht habe.&lt;br /&gt;
Wäre ich ein anderer, zum Beispiel der Weinhändler des Freundes, ich spräche ihn mal an auf unser häufig zufälliges Aufeinandertreffen. So aber lasse ich es. Bringt ja doch nix, habe ich doch kein Interesse an Gesprächen mit dicken Sommeliers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ich auch anderweitig nicht spreche. Habs schon fast verlernt. Merke ich immer, wenn ich mit der Mutter telefoniere, da bin ich immer so heiser, als wäre es das erste Mal seit Tagen, daß ich die Stimmbänder nutze. Merke ich auch beim Metzger, wo ich quietschend rinderhack für die Lasagne verlange oder am Gemüsestand, wo ich glücklicherweise nicht mehr sprechen muß, die Gemüsefrau weiß eh, daß ich Fenchel will und keinen Brokkoli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dicken Sommelier interessiert nicht, was ich will. Er kennt mich ja nicht. Aber wir sprechen nicht, um das zu ändern. Wir halloen uns nur zu und ignorieren einander so gut es geht. Und es geht gut. Menschen ignorieren geht im Allgemeinen so leicht, daß es fast traurig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zu ignorieren dagegen war das dicke Dekolleté. Ich sage nicht wessen, das weiß ja jeder eigentlich. Kleine Staatschefs freuen sich jetzt wieder auf Besuche aus Deutschland.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Coram+Bello&quot;&gt;Coram Bello&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-23T19:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/4862273/">
    <title>Geplauder | Denken Sie sich doch den vorangegangenen Text selbst</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/4862273/</link>
    <description>Ein weiterer Grund, sich nicht gleich bei jeder neuen Bekanntschaft als schwul zu outen, ist übrigens die zwangsläufige Verallgemeinerung, mit der man direkt danach konfrontiert wird. So auch die Biochemie-Schülerin neulich. Als ich ihre falsche Schlußfolgerung korrigierte, ich lebe mit einer Frau zusammen, da erzählte sie mir von einem Bekannten ihrerseits, der &quot;auch schwul&quot; sei. Ansonsten, das ergab die weitere Anekdotenausführung, hatten wir nichts gemein. &lt;br /&gt;
Das passiert oft, daß man aufgrund einer einzigen Eigenschaft gleich mit anderen Leuten verglichen wird, aber nicht bei vielen Eigenschaften eines Menschen ist so blöd wie bei der Homosexualität. Ähnlich wäre, ich spräche einen Menschen an wie einen Bekannten, nur weil auch er grüne Augen und schwarzes Haar hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naja. Die Nachhilfe hat im Übrigen nicht so geholfen wie gedacht. Die Prüfung wurde zwar bestanden, doch letztlich nicht, weil ich Grundlagen vermittelt hatte, sondern weil die Prüferin nicht eine weitere Prüfung ansetzen wollte.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Von+der+Front&quot;&gt;Von der Front&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-22T08:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/4877852/">
    <title>Oh</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/4877852/</link>
    <description>Langeweile.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Von+der+Front&quot;&gt;Von der Front&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-21T16:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/4869845/">
    <title>Milcheinwurf</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/4869845/</link>
    <description>Ehrlich gesagt kann ich mich nicht an die Sendung erinnern, die mit dem Beitrag über die Milchpreise schloß, eine vage Ahnung sagt mir, es sei eine Nachrichtensendung gewesen. Um Butterpreise ging es da zunächst, um dann auf die Milchpreise umzuschwenken, die demnächst wohl wieder bei irgendeinem Tiefstand angekommen sein werden, während alle anderen Lebensmittel teurer werden.&lt;br /&gt;
Die Verbraucher wurden befragt und auch die Produzenten, und ebenso erwartbar wie unterschiedlich fielen auch die Meinungen zum Milchpreis aus: die Milchbauern bangen um ihre Existenz, wenn der Milchpreis noch weiter fällt und fordern 43 Cent pro Liter statt der von den Großabnehmern wie Supermärkten geforderten 27 Cent pro Liter. Die Verbraucher dagegen sahen sich ganz auf der Seite der Großabnehmer, einer der Befragten gab ganz idiotisch seine Meinung kund, daß doch wenigstens die Milch billiger werden könnte, wenn doch schon alles andere teurer werde.&lt;br /&gt;
Was soll man dazu sagen, fragt man sich. Am besten nichts, denn es interessiert niemanden. Wir leben im Land des Überflusses, wo Getreide zu Benzin umgenutzt wird, wo Familien in Verpackungsmüll ersticken, Jugendliche zu dick für den Wehrdienst sind und Lebensmittel zu Schleuderpreisen verramscht werden. Arme, billige Heimat.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/De+Re+Publica&quot;&gt;De Re Publica&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-17T15:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/4869780/">
    <title>Kein Weg zurück</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/4869780/</link>
    <description>Eine weitere Marotte, die ich pflege, fiel mir beim heutigen Broteinkauf ein und auf: kurze Wege nicht zurückgehen können. Es gibt psychologisch und/oder sozial vermindert funktionsfähige Personen, die nicht auf die Ritzen zwischen den Pflastersteinen treten können oder nur genau auf diese. Ich kann nicht in meinen eigenen Fußstapfen einen Weg zurückgehen. Umwege muß ich mir suchen, neue Pfade, die mir die Illusion vermitteln, voranzukommen und nicht zurückzugehen. Was natürlich albern ist, da Zuhause immer noch Zuhause ist und sich nicht verändert, egal, welchen Weg ich nehme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anderer Gedanke, den ich der Komilitonin S. gegenüber äußerte: Vielleicht komme ich nicht vom Fleck, weil ich nicht vom Fleck komme, statt, wie ich bisher dachte, nicht vom Fleck zu kommen, weil ich nicht vom Fleck komme.&lt;br /&gt;
Offensichtlich kennt sie mich doch gut genug. Sie hat gleich verstanden, was ich meine.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Coram+Bello&quot;&gt;Coram Bello&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-17T15:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/4869425/">
    <title>Im Kino</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/4869425/</link>
    <description>Wortfeindlich bin ich geworden und &lt;i&gt;not very smalltalky&lt;/i&gt;. Gestern im Kino traf ich einen ehemaligen Komilitonen, um genau zu sein, den einzigen anderen aus meinem Semester. Der Freund und ich standen an für &lt;a href=&quot;http://www.arte.tv/de/film/Cannes-2007/Interviews--Trailer---/1577486.html&quot;&gt;Les chansons d&apos;amour&lt;/a&gt;, was ein ganz entzückender Liebes- und Gesangsfilm ist, in dem es von hübschen Menschen nur so wimmelt. Vorher hatten wir &lt;a href=&quot;http://www.verzaubertfilmfest.com/filme2008/times.html&quot;&gt;Times have been better&lt;/a&gt; gesehen, ebenfalls ein französischer Film, diesmal ohne Gesang, dafür mit einer amüsanten Geschichte über eine Familie, deren perfektes leben schlimme Risse bekommt, als der perfekte Sohn seinen Eltern endlich seine Homosexualität gesteht. &lt;br /&gt;
Als mich F., der Komilitone, ansprach, warteten wir auf den Einlaß in den zweiten Film, ich war überrascht und dann doch wieder nicht, halb hatte ich damit gerechnet, ihn zu sehen, ich hatte ihn schon in der Woche davor schon bei &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Savage_Grace&quot;&gt;Savage Grace&lt;/a&gt; gesehen. Das war der Eröffnungsfilm von &lt;a href=&quot;http://www.verzaubertfilmfest.de/&quot;&gt;Verzaubert&lt;/a&gt;, dem internationalen schwulen Filmfestival. &lt;i&gt;Savage Grace&lt;/i&gt; war ordentlich verstörend und das war ich am Abschlußabend des Festivals auch, denn nach einigen nichtssagenden Worten ging F. wieder mit seinem Freund ans Ende der Schlange, während ich mir so blöd vorkam, wie sich F. wahrscheinlich während des ganzen kurzen Gesprächs.&lt;br /&gt;
Der Freund meinte, er hätte kurz überlegt, sich für mich zu entschuldigen, weil ich vollkommen inakzeptabel reagiert hatte. Das hat er dann gelassen und ich auch, der Film hat mich dann wieder ein bißchen aus der Schockstarre geholt, richtig geholfen hat er aber auch nicht. &lt;br /&gt;
Anschauen sollte man sich &lt;i&gt;Les Chansons d&apos;amour&lt;/i&gt; trotzdem, wenn er hier in die Kinos kommt, wobei die französische Originalversion wahrscheinlich stark unter der Übersetzung leiden dürfte. &lt;br /&gt;
Ich versuche derweil, wieder freundlich zu werden.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Lebenlernen&quot;&gt;Lebenlernen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-17T13:14:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/4862235/">
    <title>Man macht sich ja nur noch Gedanken und kriegt keinen Konsonanten mehr auf den Boden</title>
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    <description>Dann geht einem plötzlich mal wieder auf wie der Hefeteig im Backofen, wie trivial, egal und öd es ist. Und fort geht man, schweigen oder schauen oder vielleicht auch nur mal atmen.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-14T14:44:00Z</dc:date>
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    <title>Nasser Hund | Premix</title>
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    <description>Schwierig das Gefühl zu beschreiben, man fühle sich nackt, schwierig ist das, wenn man Kleider am Leib hat und davon nicht wenige, denn draußen ist kalt und naß, und eigentlich wäre es schlauer, tatsächlich nackt zu sein, denn dann ränne das Wasser am bloßen Leib herab und wäre fort und durchzöge nicht Faser und Naht und klebte die leidige Kleidung an den ohnehin nassen Körper, der mit jedem weiteren Tropfen nasser und schwerfälliger und unbehaglicher wird.&lt;br /&gt;
Ausziehen will man sich, die Kleidung und die Haut und, wo man gerade dabei ist, auch die Meinungen und Gedanken und Träume und Hoffnungen, die einem wie die nasse Kleidung schon immer im Weg waren, die den Rückweg nach irgendwo versperren, wo man sicherlich auch mal war, aber das muß lange her sein, denn die Erinnerung daran, wer und wie man einmal war vor Jahren und Meinungen, bevor man sein Gesicht und seinen Körper an die Maske und das Schema angepaßt hat, von denen das wahre Selbst (man bildet sich ein, man hätte eines) jetzt verhüllt ist, ist verloren, weggewaschen von dem Regen, der immer noch fällt und fällt und fällt und mit seiner Eintönigkeit alles erstickt, was Farbe und Lachen und Freude ist. &lt;br /&gt;
Da steht man also im Guß und zieht und zuppelt an seiner Haut und seinen Haaren und kann sich doch nicht trennen von dem Außen, so sehr man auch Furchen in den eigenen Körper zieht und Haare aus ihm heraus, es öffnet sich kein Weg, der Entkommen und Neuanfang hieße, dabei will man doch nur raus aus der alten Haut und frei und wild sein und  sich den Träumen, denen man ewig hinterherzujagen schien, endlich stellen und auch den Ängsten, die man wie alte Narben mit sich herumtrug all die Jahre. &lt;br /&gt;
Und doch fühle ich mich seltsam nackt und bloß. Ungeschützt vor dem Regen stehe ich auf der Straße und die Leute sehen mich an, als wäre ich nicht ebenso Mensch wie sie. Sie blicken mich an mit fremden und kalten Augen, die ohne Verstehen und Mitgefühl sind. Der Regen fällt auf meine Haare und mein Gesicht und meinen Körper, während ich nur dastehe und in den Himmel starre. &lt;br /&gt;
Sie sehen nicht den Kampf in mir, der nicht Stillstand ist und Ruhe, der nicht einziges Geschehenlassen ist, sondern Zähmen des Wolfes, der keine Ruhe geben will und Freiheit und Wildheit will und Blutvergießen will bei Widerstand. Sie sehen es nicht, aber wie sollten sie auch, sie sind nicht nackt und fühlen den Regen nicht auf der Haut.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Coram+Bello&quot;&gt;Coram Bello&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-11T14:51:00Z</dc:date>
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    <title>Sommerkind | Bruchstück</title>
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    <description>Sie hatte diesen Anhänger, klein und silbern und mit blauen Steinen besetzt, und immer hatte sie behauptet, darin läge ihr Glück und ihr Leben und der Grund für ihre Liebe zu den Sternen. Als ich sie kennenlernte, war sie noch ein kleines Mädchen, sie sah aus, als wäre sie erst acht oder höchstens neun Jahre alt, doch wenn sie sprach, dann sagte sie Worte, die nicht klangen wie die eines Kindes, und wenn sie sang, dann klang ihre Stimme so fremd wie die Worte des Liedes, das ich nicht verstand.&lt;br /&gt;
Als ich sie das letzte Mal sah, war ich nicht mehr der junge Soldat, der Kriege führen und gewinnen wollte, sondern ein alter Mann, der seine letzte Schlacht gegen den eigenen Körper schlug und dessen Wunden, die das Leben selbst ihm beigebracht hatte, nie wieder heilen würden. Sie dagegen sah immer noch aus wie das kleine Mädchen von acht oder höchstens neun Jahren. &lt;br /&gt;
Sie besuchte mich am Tag vor dem Feuer, sie kam mit bloßen Füßen und einem hellblauen Kleid. Sie kam über die Wiese vor meinem Haus gelaufen, singend und gleichzeitig lachend. Ihr hellbraunes Haar wehte hinter ihr im Sommerwind.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/topics/Morpheon&quot;&gt;Morpheon&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-10T14:16:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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