Ein Wolf für alle Felle | PETA und Herr Wolf

Gespräch am Rand der Gesellschaft | Coram Bello

Während die restliche Familie Kuchen essend auf dem Sofa saß, sprachen zwei auf der sonnenüberschwemmten Terrasse über das Wesen der Menschen. Gut seien sie, von Grund auf und in jeder Faser des Seins, sagte der Eine und zündete sich eine Zigarette an.
Der Andere nahm einen Schluck von seinem Kaffee und blinzelte gegen das helle Licht an. Wenn die Menschen wirklich gut sind, wieso führen ihre Bestrebungen nicht dazu, die Welt, die sie sich untertan gemacht haben, zu einem besseren Ort zu machen?
Statt einer Antwort blies der Eine Zigarettenrauch in die Luft und hob die Augenbrauen.
Verbrennungsmotoren, fuhr der Andere fort. Anfang des 19. Jahrhunderts leitete die Erfindung von Verbrennungsmotoren das Zeitalter der Industrialisierung ein, von deren Innovationsimpuls wir auch heute noch zehren. Die Motoren trieben zunächst Webstühle an und die Weber in den Ruin, heute werden Kriege geführt um fossile Brennstoffe, deren Vorkommen in der Vergangenheit relativ bedenkenlos bis zur Neige ausgeschöpft wurden. Und jetzt, wo wir entdecken, daß all das restliche Erdöl dieser Welt uns nicht mehr warmhalten kann, verbrennen wir Lebensmittel, bis die Atmosphäre sich so sehr aufgeheizt hat, daß wir uns selbst verbrennen. DAs wird uns keine Auszeichnung von Schöner Wohnen einbringen.
Der Eine schwieg einen Moment und sagte dann: Warum dann aber alles? Wozu die Erde, wozu das Universum, wenn es nicht einen Plan dabei gäbe? Warum gibt es das alles?
Warum nicht? Vielleicht läuft alles darauf hinaus: Null - Eins.
Sie schwiegen einen Moment. Dann öffnete eine junge Frau die Tür zur Terrasse und sagte: Zeit für Geschenke, kommt rein.
Der Eine drückte seine Zigarette aus, der Andere trank den letzten Rest kalten Kaffees, dann folgten sie der jungen Frau.
erdge schoss - 22. Feb, 11:46

Ist doch alles in Butter

werter Herr Wolf, solange es noch Geschenke gibt ...

Herzlich
Ihr Erdge Schoss

Herr Wolf - 22. Feb, 12:11

Nie würde ich

anderes behaupten.
Außerdem gab es auch noch tonnenweise Essen. Beinahe hätte es eine humane Katastrophe gegeben, wäre ich geplatzt. Einheiten der schnellen internationalen Eingreiftruppe haben das glücklicherweise durch rechtzeitiges Vorherwegessen verhindern.
erdge schoss - 22. Feb, 20:51

Da

werter Herr Neolog, sind die Jungs einfach fix.
Kann man nichts dagegen sagen.

Zackig
Ihr Erdge Schoss
Herr Wolf - 25. Feb, 15:19

Auf einige Dinge

ist eben immer Verlaß.
Stehen Sie bequem, Herr Schoss, und nehmen Sie sich doch auch ein Stück Kuchen.

Trackback URL:
http://neolog.twoday.net/stories/4718818/modTrackback

Erste Worte

Als Neolog berichtet Herr Wolf live von der Front, geizt aber auch nicht mit tiefen Einblicken in eigenes und fremdes Seelenleben. Kryptik und mitunter eigenwilliger Sprachumgang haben Herrn Wolf in den letzten sechs Jahren nicht dauerhaft unterkriegen können. Herr Wolf beweist auch 2008 wieder seine Steherqualitäten und zeigt der Welt seine Zähne.
Kritik, Aufmunterung, Fragen oder auch allgemeine Post bitte an herrwolf web de
Hier die ausführliche Bedienungsanleitung.

Letzte Worte

Manchmal,
Herr Wolf, manchmal hilft es einfach, wenn man eine...
pathologe - 23. Jul, 07:24

Mahnende Worte

Wer Verweisen zu anderen Seiten folgt, ist selbst schuld. Die Rechte am Inhalt von 'neolog' hält der Autor, wenn nicht anders gekennzeichnet. Bitte benutzen Sie das Gehirn im Internet.



Coram Bello
De Re Publica
Ex Oikos
Gedichte
Kein Märchen
Lebenlernen
Morpheon
Störsatz
Treibgut
Von der Front
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren