sie | Gedichte
sie haben
die welt in ketten
ans bett gefesselt
die beine gespreizt
den mund verschlossen
die augen weit offen
schweiß auf der stirn
sie haben
die wägen voll plunder
die läden voll tand
unnütze worte
und keinen verstand
sie haben
die große wiese
ihrer bäume beraubt
den schatten gestohlen
die sonne geklaut
die wälder gerodet
die felder verbrannt
vergewaltigte erde
halbtotes land
sie haben
sich selbst
mit Mord
und mit Zwietracht
entfraut und entmannt
die welt in ketten
ans bett gefesselt
die beine gespreizt
den mund verschlossen
die augen weit offen
schweiß auf der stirn
sie haben
die wägen voll plunder
die läden voll tand
unnütze worte
und keinen verstand
sie haben
die große wiese
ihrer bäume beraubt
den schatten gestohlen
die sonne geklaut
die wälder gerodet
die felder verbrannt
vergewaltigte erde
halbtotes land
sie haben
sich selbst
mit Mord
und mit Zwietracht
entfraut und entmannt

radikal
sowas in der richtung - nur nicht in reimform - überkommt mich immer dann, wenn ich wieder zuviel über die automobilindustrie, den herrn gabriel, die wirtschaft und ihr blümchenzartes wachstum, produktionsmethoden und so gelesen habe. wenn mich jetzt mal wieder wer in einem solchen moment fragt, was denn los sei, verwese ich auf diese zeilen.
*brechtet*
Freut mich, daß es gefällt, war so gar nicht geplant.
Eigentlich sollte das ein Blümchengedicht werden.