Ein Wolf für alle Felle | PETA und Herr Wolf

Die schwarzen Schuhe | Morpheon

Der Mann mit der sonoren Stimme am Telefon machte deutlich, daß es nur wenige Stunden dauern würde. Ich könnte rechtzeitig zurück sein, niemand würde etwas merken. Vielleicht wäre ich ein wenig aufgekratzt, das könne ich aber sicherlich überspielen, wie ich doch alles überspielen könne.
Woher er mich kenne, wollte er nicht sagen, auch auf mehrfaches Nachfragen nicht, auch nicht, als ich damit drohte, nicht hinzukommen. Nicht ich will etwas von Ihnen, vergessen Sie das nicht, lachte er ein Lachen, das in ein feuchtes Husten überging. Ich tue Ihnen einen Gefallen, das ist alles, es ist Ihre Entscheidung, ob Sie mein Angebot annehmen. Denken Sie drüber nach und sagen sie mir Bescheid, ob Sie kommen wollen.
Ich brauchte nicht mehr nachdenken, mir war egal, woher er die Nummer hatte, das Wissen über mein Leben, die Informationen, die keiner haben konnte. Geschweige denn haben durfte. Würde ich nicht hinfahren, ich würde nie Antworten erhalten. Ich sagte gleich zu, nahm das Angebot an und ließ mir den Weg beschreiben.

Wir trafen uns am Flughafen. Wie er am Telefon schon gesagt hatte, war das obere Parkdeck leer bis auf drei weitere Autos. Ich nahm einen Parkplatz nahe dem Aufzug und stieg aus. Als ich die Tür abschließen wollte, glitt mir der Schlüssel aus der Hand. Ich zitterte, hatte vielleicht die ganze Fahrt über gezittert. Nervosität, sagte ich mir: keine Angst. Und doch war ich gerade dabei, mich mit einem wildfremden Mann zu treffen, der etwas über mich wußte, genug, um mich neugierig zu machen und mich hierherkommen zu lassen.
Ich schloß ab und ging hinüber zum Aufzug, drückte auf den Knopf mit dem Abwärtspfeil. Die Türen öffneten sofort, entblößten helles Licht und Spiegel, darin sah ich mich, derangiert, offensichtlich nervös. Mein Hemd hatte ich falsch geknöpft. Ich wählte das zweite Kellergeschoß, die Türen schlossen sich, der Aufzug fuhr an, ich öffnete mein Hemd, machte die Knöpfe sorgfältig wieder zu. Der Aufzug wurde langsamer, noch nicht mal Erdgeschoß, hielt an. Ich stopfte das Hemd wieder in die Hose, die Türen öffneten sich wieder. Ein Mann kam herein, grauer Anzug, schwarze Schuhe, weißes Hemd, graue Krawatte, graue Augen, graues Haar, stellte sich mit dem Rücken zu mir. Ich schloß gerade den vorletzten Knopf meines Hemdes, da hielt der Anzug plötzlich an. Der Mann begann mit sonorer Stimme zu sprechen: "Sie sind also wirklich gekommen."
scheibster (anonym) - 7. Mrz, 15:42

Ich hoffe, davon gibt's 'ne Fortsetzung.

neolog (anonym) - 14. Mrz, 16:46

Äh.
Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet. Eigentlich sollte das nur mal aus dem Kopf, mehr nicht.

Und das sagen Sie nicht nur, um meine Depression zu erleichtern? Mal dumm gefragt.
Scheibster (anonym) (anonym) - 14. Mrz, 17:07

Das mit den Depressionen tut mir leid. Nein, darum ging es mir aber nicht.

Ich wollte einfach nur wissen, wie es weitergeht, weil es so vielversprechend angefangen hat.
neolog (anonym) - 14. Mrz, 17:14

Die Depressionen brauchen Ihnen nicht leid zu tun, Sie können ja nix dafür.

Hmmm. Ich muß mal schauen, ob ich nicht trotzdem eine Fortsetzung finde. Ich melde mich wieder : )
Jekylla (anonym) (anonym) - 7. Mrz, 17:26

WEITER!!!

*verzerrtes Wort: begger* oha!

neolog (anonym) - 14. Mrz, 16:46

Ein Zeichen?

Ich bin trotzdem mißtrauisch
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Erste Worte

Als Neolog berichtet Herr Wolf live von der Front, geizt aber auch nicht mit tiefen Einblicken in eigenes und fremdes Seelenleben. Kryptik und mitunter eigenwilliger Sprachumgang haben Herrn Wolf in den letzten sechs Jahren nicht dauerhaft unterkriegen können. Herr Wolf beweist auch 2008 wieder seine Steherqualitäten und zeigt der Welt seine Zähne.
Kritik, Aufmunterung, Fragen oder auch allgemeine Post bitte an herrwolf web de
Hier die ausführliche Bedienungsanleitung.

Letzte Worte

Manchmal,
Herr Wolf, manchmal hilft es einfach, wenn man eine...
pathologe - 23. Jul, 07:24

Mahnende Worte

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