Reaktiv | De Re Publica
Sie haben es auch gelesen oder zumindet im Radio gehört? Daß Kernkraftwerke Krebs auslösen? Fühlen Sie sich jetzt unsicher, weil Kernkraft mehr denn je Strahlung, Zerstörung und Tod heißt? Weil es unsere Kinder krank macht? Sie sind schon fast hysterisch?Dann erzähle ich Ihnen mal was: Vor einigen Jahren gab es eine ähnliche Studie schon einmal. Der Einfluß von Hochspannungsstromleitungen auf die Inzidenz von Leukämie wurde untersucht und eine erschreckende Korrelation festgestellt: Je näher an einer Hochspannungsstromleitung eine Familie lebt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie von einem Leukämiefall betroffen ist.
Natürlich sind die Erkrankgungshäufigkeiten an unattraktiven Orten höher. In Slums ist die Gefahr einer Ruhr größer als im Frankfurter Westend. Wohlstand entscheidet über Lebensort und Lebensart. Wer es sich nicht leisten kann, NICHT unter einer Brücke, unter einer Hochspannungsleitung, neben einem Atomkraftwerk zu leben, der hat wahrscheinlich auch kein Geld für gesunde Lebensumstände übrig.
Warum schreibe ich das? Weil Zusammenhänge viel zu oft falsch gedeutet werden, darauf aber nie jemand hinweist. Heute wie damals. Ich will nicht Reaktortechnik schönreden oder die Gefahren, die damit verbunden sind, ignorieren. Es geht aber um den Umgang mit Fakten, der richtig sein sollte und es oft nicht ist.
Denken Sie mal drüber nach.


Das von Herrn Wolf angesprochene Problem könnte schon eher eines sein - wobei anständige Statistiker solcherlei Störgrößen erkennen, berücksichtigen und eliminieren sollten, wenn es ans Testen geht.
BfS-Präsident Wolfram König jedenfalls behauptet: „Das Ergebnis der Studie ist belastbar. ... ". Wer mehr wissen will, kann in den Abschlussbericht schauen.
Vielen Dank für die Links
Und dann noch was dazu sagen.
Ich nehme, Frau Licht, gerne an, die Statistiker haben die Störgrößen berücksichtigt. Allerdings neigen Journalisten nicht zu Berücksichtigungen. Ich würde mal annehmen, der Reißer sind harmlose Meldungen nicht.
Aber wie gesagt: ich äußere mich morgen noch mal dazu.