Unstille Tage | Lebenlernen
Ist ja nicht so, als geschähe nix. Nur die Zeit ist so rasch geworden und die Worte fassen nicht mehr die Gedanken. Schreiben wollte ich und doch kann ich nicht, alles klingt verkehrt und falsch und unzutreffend, zumal ich anderes tun sollte: lernen, die Wohnung aufräumen und die Party am Samstag vorbereiten, sonst stehen wir alle da im Chaos der Handwerker und können noch nicht mal was essen.Ist so, daß viel geschieht, nur ich komme nicht hinterher. Vorgestern saß ich zwei Stunden mit der alkoholisierten und traumatisierten Nachbarin auf der Treppe, nachdem ich eigentlich schon den ganzen Tag weg gewesen war. Mich mit Studenten unterhalten, rumgeärgert, diskutiert, meine Prüfungsanmeldung vollzogen und mich mit einer Freundin getroffen. Gestern eine weitere Besprechung, Terminabstimmungen, Kopienanfertigungen, Aufbereitungen, Vorbereitungen für irgendwas, ich habe es schon vergessen, Telefonate mit Handwerkern, Vermietern, Nachbarn, mit der Mutter, die mich auf den nächsten Todesfall in der Familie vorbereitet. Alles geht durcheinander, alles will zuerst erzählt werden. Dazwischen warten Bücher, gelesen zu werden, Fakten erfaßt zu werden, Telefonate geführt zu werden. Wünschte ich mir in den ruhigeren Phasen mehr Aufregung, wünsche ich mich jetzt wieder heraus aus den Stromschnellen.
Verzeiht mir, liebe Leser, also bitte meine Absenz und vielleicht Gedankenlosigkeit. Kann sein, daß ich die nächsten Tage noch etwas stiller werde, der Juli ist ein Monat voller Panik und danach kommen zwei Monate Prüfungen. Bis Oktober läuft das neolog also nur auf Sparflamme, denke ich.
Die Bar wird bis dahin natürlich geöffnet sein.


Es steht ohnehin
Spareflamen Sie ruhig, bis Sie wieder Beduerfnis, Zeit und vor allem Wichtiges erledigt haben.
Bis dahin: bonne chance!!
Das Sommerloch
Zwischendurch melde ich mich natürlich auch, allein schon, um die Kommentare abzuarbeiten, es wird nur spärlicher sein.
Vielen Dank für das vorgeschossene Verständnis also.
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