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Kronos | Morpheon

Ein leichtes für einen Gott, die Zeit zu verdrehen, umzustülpen und alles von Vorne beginnen zu lassen, ist es für den Sterblichen eine Sisyphus-Arbeit, sich all dessen zu erinnern, was die Vergangenheit ausmachte, ist sie doch mehr als nur eine emotionalisierte Matrix aus Erfahrungen, die als Matritze für zukünftige Entscheidungen fungiert, sondern all unser Fühlen und Denken und Verwobensein mit der Welt.
Angesichts der noch ausstehenden Zeitreise ist es wahrlich verfrüht zu sagen, ein Stück wäre geschafft, denn immer noch gilt, daß, wer geglaubt hat, einem Ende nahe zu sein, noch nicht den ersten Schritt getan hat.
Und doch ist es notwendig nachzusehen, was geschehen ist, um sich selbst nachzusehen, daß nicht ungeschehen zu machen ist, was vielleicht nicht hätte geschehen müssen.
Ein leichtes sei es für einen Gott, und doch sind die Götter verschollen im Strudel der Zeit und nur der Mensch überblieb auf Erden.

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