Immer wieder der gleiche Mist | Lebenlernen
Es sind doch die verpaßten Chancen, die mich hindern, voranzukommen. Ich muß das schreiben, denn ich bekomme den Gedanken nicht aus meinem Kopf. Da sind wir also wieder.
Es sind auch die alten Wunden, die immer wieder aufreißen ohne zu heilen.
Als ich meinen Eltern sagte, ich sei schwul, das ist jetzt knapp zehn Jahre her, schrieb meine Mutter in ein Buch, das ich später durch Zufall fand, ihr Sohn sei gestorben.
Ich entdecke darin, daß ich entmutigt werde von der Vorstellung eines Rückschlags, eine Art von Menschlichkeit, die ich für mich nie wahrhaben wollte. Klingt bescheuert, ist aber so. Ich weiß relativ genau, daß ich alles erreichen kann, was ich will. Allein der Umstand, daß ich nicht alles so sehr will, daß ich es auch tue, hindert mich daran, tatsächlich etwas zu tun.
Die Auswahl zwischen vielen Fertigkeiten (die grundsätzliche Begabung, alles rasch zu lernen, weil man gut improvisieren kann) erleichtert mir die Entscheidung für eines nicht: mich zu entscheiden.
Ich erfinde lieber Lügen als die Welt wahrzunehmen. Interaktion mit anderen Menschen ist mir immer suspekt. Im Lügen dagegen glaube ich gut zu sein, so gut, daß ich manchmal nur lüge, um zu sehen, ob ich es kann.
Ich bin erstaunt manchmal, wie wenig manche Menschen auch nur auf den Gedanken kommen, sie könnten belogen werden. Sie glauben selbst Absurdes.
Ich verachte mich dafür, daß ich lüge. Ich verachte mich sowieso für vieles. Allein der Umstand, daß ich das schreibe, verursacht mir fast körperliche Übelkeit.
Der Zensor in meinem Kopf arbeitet seit einer halben Stunde gegen diese und andere Worte. Der Zensor ist manchmal lauter als Stimmen von außen.
Ich denke manchmal, ich bin zu alt, um etwas neues zu beginnen. Nur darum hänge ich manchmal so sehr an der Vergangenheit. Weil ich denke, ich habe keine Gelegenheit mehr, alles zu tun. In der Hoffnung, ich könnte zurück, denke ich an die Fehler, die ich gemacht habe.
Und mache sie wieder und wieder.
Einfach weiterzumachen im Wissen, daß mein Leben nicht einmal zu einem Drittel vorbei ist, ist mir irgendwie unmöglich.
Immer wieder der gleiche Mist.
Es sind auch die alten Wunden, die immer wieder aufreißen ohne zu heilen.
Als ich meinen Eltern sagte, ich sei schwul, das ist jetzt knapp zehn Jahre her, schrieb meine Mutter in ein Buch, das ich später durch Zufall fand, ihr Sohn sei gestorben.
Ich entdecke darin, daß ich entmutigt werde von der Vorstellung eines Rückschlags, eine Art von Menschlichkeit, die ich für mich nie wahrhaben wollte. Klingt bescheuert, ist aber so. Ich weiß relativ genau, daß ich alles erreichen kann, was ich will. Allein der Umstand, daß ich nicht alles so sehr will, daß ich es auch tue, hindert mich daran, tatsächlich etwas zu tun.
Die Auswahl zwischen vielen Fertigkeiten (die grundsätzliche Begabung, alles rasch zu lernen, weil man gut improvisieren kann) erleichtert mir die Entscheidung für eines nicht: mich zu entscheiden.
Ich erfinde lieber Lügen als die Welt wahrzunehmen. Interaktion mit anderen Menschen ist mir immer suspekt. Im Lügen dagegen glaube ich gut zu sein, so gut, daß ich manchmal nur lüge, um zu sehen, ob ich es kann.
Ich bin erstaunt manchmal, wie wenig manche Menschen auch nur auf den Gedanken kommen, sie könnten belogen werden. Sie glauben selbst Absurdes.
Ich verachte mich dafür, daß ich lüge. Ich verachte mich sowieso für vieles. Allein der Umstand, daß ich das schreibe, verursacht mir fast körperliche Übelkeit.
Der Zensor in meinem Kopf arbeitet seit einer halben Stunde gegen diese und andere Worte. Der Zensor ist manchmal lauter als Stimmen von außen.
Ich denke manchmal, ich bin zu alt, um etwas neues zu beginnen. Nur darum hänge ich manchmal so sehr an der Vergangenheit. Weil ich denke, ich habe keine Gelegenheit mehr, alles zu tun. In der Hoffnung, ich könnte zurück, denke ich an die Fehler, die ich gemacht habe.
Und mache sie wieder und wieder.
Einfach weiterzumachen im Wissen, daß mein Leben nicht einmal zu einem Drittel vorbei ist, ist mir irgendwie unmöglich.
Immer wieder der gleiche Mist.

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als Tipp mag ich da auf den Weg geben, dass es manchmal hilft, nicht so viel zu denken, sondern einfach zu tun. Fällt mir selbst manchmal schwer (und manchmal zu leicht), aber sich das Leben, ganz gleich welches Drittel, kaputt zu denken, bringt Sie doch auch nicht weiter.
Haselnussgeist ist übrigens ein prima Denkgegenmittel.
Der Haselnußgeist ist aber doch der Teufel.
Auf einen Versuch würde ich es allerdings mal ankommen lassen. Sind Sie dabei?
Grundsätzlich haben Sie aber recht: Nachdenken hilft nichts, weil es meist nur ein Zerdenken ist.