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Nachtgedacht | Zweige in die Dunkelheit | Von der Front

Endlich mal Glück gehabt: Wo kein Geld ist, kann keins verbrennen. Vielleicht aber ist mir deswegen immer so kalt.

Suizid wird von der vergangenen FAS behandelt. Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben gibt Kontakt zu einer Plastiktütenfirma, die Sterbewilligen Plastiktüten für 60 Dollar verkauft. Wer die Beihilfe zum Selbstmord nicht schon scheiße genug findet, kann sich jetzt zudem also noch über Luxus-Plastiktüten aufregen.

Der Winter wird übrigens absolut grauenhaft, wenn die Depression schon vor dem ersten Oktober-Regen einsetzt.
Anna Licht - 8. Okt, 21:21

Zagen Sie nicht,

denn es gibt keinen Grund mehr: seit heute habe ich wieder Internet. Telefon übrigens auch, aber noch keine Nummer. Die weiß nur der Technikmann aus Leipzig, verraten aber will er sie mir nicht. Darf er auch gar nicht. Sagt er. Macht aber auch nichts, bald bekomme ich einen Brief, da steht alles wichtige drin, und das Wichtigste werde ich dann gleich mal an Sie weiterleiten.

(Hoffentlich habe ich Ihnen den wundervollen Eintrag noir mit mienen Belanglosigkeiten nicht völlig zerschossen. Falls doch, so tut es mir von Herzen leid. Aber ich mag mich gerade so gar nicht ärgern.)

Herr Wolf - 9. Okt, 01:51

So noir

ist mir gerade gar nicht. Zumal dann nicht, wenn eine Nachricht von Ihnen, liebste Frau Licht, meine Nacht erhellt. Und ich meine die physikalische Nacht, denn es ist viel zu spät, um jetzt noch ernsthaft aufbleiben zu wollen.

Darum gehe ich jetzt auch ins Bett, freue mich aber auf baldige Telefonnachrichten von Ihnen. Und dann hoffentlich auf eine Möglichkeit mit einem selbstgebackenen Kuchen auf Ihre neue Heimat anzustoßen. Oder so.

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