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Lebenszeichen | Von der Front

Es regnet derweil mal wieder. Die Monate gehen ins Land, wie ich morgens zur Arbeit: unaufhörlich und ohne Ziel. Die Worte bleiben irgendwo auf der Strecke, ersetzt werden sie durch einen langsam wachsenden Unwillen, so weiter zu machen.

Die Firma ist im Umbruch, die Krise, die nichts mit der Finanzkrise zu tun hat, war schon vor drei Jahren abzusehen, erst jetzt wird reagiert, hektisch reagiert, Aktionismus regiert ebenso wie Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern. Die Führung sieht das nicht, will oder kann es vielleicht nicht sehen.

Ich freue mich auf Südfrankreich im Juni und Namibia im August und den Beginn meiner erneuten Stellensuche ab Juni. Der Vertrag läuft bis November und würde wahrscheinlich sogar verlängert, weil sonst Mitarbeitermangel herrschte, ich will aber nicht warten, bis ich mit dem Schiff untergehe.

Vor allem aber fehlen mir die Worte. Anders als früher kann ich darüber aber nicht mehr traurig sein, dazu fehlt die Zeit und der Wille, auch dabei noch Kraft zu verlieren.
Alles weitere wird man sehen.

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