Die einzig mögliche Wahl | De Re Publica
Wenn ich samstags auf dem Balkon über der Fußgängerzone sitze, dann sehe ich von oben auf die Menschen, die mit tropfendem Eis und einem Lächeln im Gesicht durch die Fußgängerzone spazieren. Ihre Schritte sind die von glücklichen Menschen: sie haben kein Ziel, kein bestimmtes Tempo, nicht die gestanzte Länge von Menschen auf dem Weg zur Arbeit. Die Menschen, die ich vom Balkon aus sehe, essen Eis und freuen sich.
Mitunter verkürzen, beschleunigen sich die Schritte der Menschen, sie streben auseinander, wie der Fluss vor einem Felsen ausweicht. Was sie vermeiden ist die Politik, die in Gestalt von orange bewesteten Wahlkampfhelfern Stundenpläne, Bleistifte und Lineale an Freizeit-Menschen verteilen will.
Ich gehe hinunter.
Worin das Problem bestehe, frage ich. Man müsse doch den Menschen nicht den Samstag damit verderben, dass man mit ihnen über Politik redet. Die Menschen wollen frei haben und Eis essen.
Nichts da, sagt die Weste, die Menschen wollen informiert werden, sie wollen doch wissen, wen sie wählen sollen bei der Bundestagswahl. Ob ich ein Lineal wolle.
Was denn die Kandidatin gegen die Passiv-Politik machen wolle. Was denn die Kandidatin gegen die Parallelgesellschaften Politik und Volk tun wolle. Wie man die sozialen, intellektuellen und emotionalen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten abmildern wolle. Wieso man nicht die Ursachen, sondern die Symptome von Kriminalität mit Politik behandle. Warum man von poltischen Inhalten mit Dienstwagen, Gesetzesentwürfen und Geburtstagsessen ablenke. Warum man mir auf keine meiner Fragen zufriedenstellende Antworten geben könne, all das frage ich.
Und die Weste sagt: Wollen Sie noch einen Bleistift zu Ihrem Lineal?
Eine Platzwunde später steige ich wieder nach oben auf den Balkon und schaue hinab auf die Menschenwogen, die von Politik so wenig wissen wollen wie die Politiker, die sich aufgeblasen haben und dann entschwebt sind in eine Republik, die fern des Volkes stattfindet, das sich mit echter Arbeit und echter Arbeitslosigkeit herumschlägt.
Und dann erfinde ich eine neue Gesellschaft, in der nicht Gleichförmigkeit und Gleichgültigkeit vorherrschen, sondern der Wille, miteinander und füreinander zu arbeiten. Wo Einzelgänger nicht noch stärker ausgegrenzt werden, sondern mit ihren besonderen Fähigkeiten und Perspektiven einbezogen werden in die gemeinsame Gestaltung der Zukunft. Eine Gesellschaft, die ihre Mitglieder zu Teilhabe und Engagement motiviert statt Nährboden für Misstrauen und Paranoia zu sein. Eine Gesellschaft, die in ihren Zielen nicht unerreichbare Utopien sieht, sondern Träume, die es wert sind, verwirklicht zu werden.
Und dann gehe ich wieder hinunter zu der Weste und kaufe dem Menschen dahinter ein Eis.
Mitunter verkürzen, beschleunigen sich die Schritte der Menschen, sie streben auseinander, wie der Fluss vor einem Felsen ausweicht. Was sie vermeiden ist die Politik, die in Gestalt von orange bewesteten Wahlkampfhelfern Stundenpläne, Bleistifte und Lineale an Freizeit-Menschen verteilen will.
Ich gehe hinunter.
Worin das Problem bestehe, frage ich. Man müsse doch den Menschen nicht den Samstag damit verderben, dass man mit ihnen über Politik redet. Die Menschen wollen frei haben und Eis essen.
Nichts da, sagt die Weste, die Menschen wollen informiert werden, sie wollen doch wissen, wen sie wählen sollen bei der Bundestagswahl. Ob ich ein Lineal wolle.
Was denn die Kandidatin gegen die Passiv-Politik machen wolle. Was denn die Kandidatin gegen die Parallelgesellschaften Politik und Volk tun wolle. Wie man die sozialen, intellektuellen und emotionalen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten abmildern wolle. Wieso man nicht die Ursachen, sondern die Symptome von Kriminalität mit Politik behandle. Warum man von poltischen Inhalten mit Dienstwagen, Gesetzesentwürfen und Geburtstagsessen ablenke. Warum man mir auf keine meiner Fragen zufriedenstellende Antworten geben könne, all das frage ich.
Und die Weste sagt: Wollen Sie noch einen Bleistift zu Ihrem Lineal?
Eine Platzwunde später steige ich wieder nach oben auf den Balkon und schaue hinab auf die Menschenwogen, die von Politik so wenig wissen wollen wie die Politiker, die sich aufgeblasen haben und dann entschwebt sind in eine Republik, die fern des Volkes stattfindet, das sich mit echter Arbeit und echter Arbeitslosigkeit herumschlägt.
Und dann erfinde ich eine neue Gesellschaft, in der nicht Gleichförmigkeit und Gleichgültigkeit vorherrschen, sondern der Wille, miteinander und füreinander zu arbeiten. Wo Einzelgänger nicht noch stärker ausgegrenzt werden, sondern mit ihren besonderen Fähigkeiten und Perspektiven einbezogen werden in die gemeinsame Gestaltung der Zukunft. Eine Gesellschaft, die ihre Mitglieder zu Teilhabe und Engagement motiviert statt Nährboden für Misstrauen und Paranoia zu sein. Eine Gesellschaft, die in ihren Zielen nicht unerreichbare Utopien sieht, sondern Träume, die es wert sind, verwirklicht zu werden.
Und dann gehe ich wieder hinunter zu der Weste und kaufe dem Menschen dahinter ein Eis.

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