Ein Wolf für alle Felle | PETA und Herr Wolf

Ex Oikos

Das Warten | Ex Oikos

Das Telefonat war enttäuschend. Nein, das so zu sagen, setzt meine Mutter in ein unrechtes Licht. Sie war es nämlich, die mich anrief, nicht die Damen und Herren aus der Schweiz. Immer noch ist kein Anruf gekommen, und ich weiß, es wird auch keiner mehr folgen.
Sonst hätte es ihn schon gegeben.

Der Freund ruft später an, er ist noch nervöser als ich. Seine Erwartungen sind wahrscheinlich höher als meine, so kommt mir das mitunter vor, dabei ist er der Einzige, der bei der Schweiz-Sache in keiner Weise profitieren würde. Außer vielleicht in der Hinsicht, daß ihn keiner mehr davon abhielte, Dinge zu kaufen, die außerhalb des wirklich Notwendigen liegen.
Ich kann dem Freund aber nur sagen, was ich auch schon meiner Mutter gesagt habe: Später vielleicht. Wahrscheinlich haben sie sich noch nicht abschließend entschieden, da sie ja auch noch auf die Entscheidung des eigentlichen Chefs warten müssen. Ich verspeche mich wieder zu melden, sobald ich Neues weiß.

Die Stunden ziehen sich. Ich räume auf, was in den letzten Tagen noch übrig geblieben ist. Viel ist es nicht, denn eigentlich warte ich schon eine Woche auf den Anruf, wenngleich er erst für heute angekündigt war.

Ich wische ein Fenster, da finde ich meine Wut. Sie hat sich sorgsam versteckt, doch jetzt hat sie sich hervorgetraut, wird geschoben von Schwester Selbstgerechtigkeit und Häuptling Verletztem Stolz. "Wie kann das sein", keift sie, "daß da keiner anruft? Für wen halten die sich und für wen eigentlich dich? Du bist zu ihnen gekommen und hast vor ihnen geglänzt, du warst chamant, geistreich und der ideale Kandidat. So jemanden stiehlt man doch nicht grundlos die Zeit!"
Nein, das tut man nicht. Ich gehe weg und lasse die Wut einfach stehen. Sie rufen nicht mehr an, sie wollen mich nicht.

Das Gefühl der Ablehnung ist nicht so schlimm wie befürchtet. Die Aussicht auf Berge hatte ohnehin etwas surreales. Es schien von Anfang an nicht wahr. Natürlich wäre es eine reizvolle Stelle gewesen, auch die ganztägige Aussicht auf die Berge und der zweiminütige Weg zum Zürisee.
Weniger reizvoll natürlich wäre die Aussicht auf eine dreijährige Fernbeziehung gewesen, aber auch das schafft man. Es wäre die Schweiz gewesen und nicht Brasilien.
Doch die Gedanken sind obsolet. Sie rufen nicht an. Die Ablehnung ist mir sicher. Hätten sie mich gewollt, sie hätten mich angerufen.

Erst spät denke ich daran, nach meinen Mails zu sehen. Es wäre ungewöhnlich, mir die Zusage nicht persönlich zu geben, aber auch die Absage dürfte doch persönlich zu geben sein. Wer sich mit zwei anderen Kandidaten gegen 21 andere durchsetzt, dürfte doch einen Anruf wert sein.
Und dann: eine E-Mail, im Spam-Filter hängengeblieben. Eine Absage.

Ach Du dickes Kind | Ex Oikos

Laut Zeit-Gesundheitsweblog Diagnose Mensch hat sich die amerikanische Wissenschaftsgemeinde keinen Gefallen getan, als sie den BMI zur Beurteilung von fettleibigen Kindern herangezogen hat, um zu beurteilen, ob und inwieweit die amerikanische Jugend immer fetter wird.

fant
(Kein fettes Kind: Elefant.)

Das Zeit-Weblog verweist auf diese Studie, die im Journal of the American Medical Association erscheinen ist und deutlich macht, daß die Panik vor einer zunehmenden Zahl fettsüchtiger Kinder in Amerika (und vielleicht auch anderswo) möglicherweise unbegründet, weil auf nicht validen Daten basierend ist beziehungsweise eben auf einer auf nicht validen Daten begründeten Definition des BMI.
Und daß der BMI böse (und zu relativieren) ist, wußten wir ja ohnehin seit langem.

Entwarnung kann dennoch nicht gegeben werden. Sage ich. Noch immer verbringen zu viele Kinder und Jugendliche zu viel Zeit vor dem Fernseher und dem Computer und töten damit nicht nur eventuelle pixelige Gegner, sondern auch ihre Phanasie und Kreativität. Dieses gesitige Fett, das sich dadurch ansetzt, ist vielleicht sogar noch gefährlicher als das körperliche Fett, das durch Bewegungsmangel entsteht und Kinder in Reifen verwandelt.

Der jährliche Rhabarberkuchen | Bildbeitrag | Ex Oikos

Eigentlich liebe ich Rhabarber. Ich finde auch das Rumfitzeln, das Andere als Schälen bezeichnen, nicht nur nicht unangenehm, sondern fast schon entspannend. Trotzdem mache ich nur einmal im Jahr etwas mit Rhabarber. Heuer: Rhabarberkuchen mit Quarkdecke.

kuchen

250 g weiche Butter schaumig rühren, 250 g Zucker, 2 EL Vanillezucker und 1 TL Vanillearoma unterrühren. Nacheinander 4 Eier unterrühren (jeweils 30 Sekunden), dann 250 g Mehl und 1/2 Päckchen Backpulver in zwei Portionen auf den Teig sieben, unterrühren und sofort auf einem gefetteten und eingestäubten Blech glattstreichen, eineinhalb Pfund Rhabarber (geschält und in Stücke geschnitten) auf dem Teig verteilen und sofort in den vorgeheizten Ofen damit.
30 Minuten bei 160 - 180°C backen, dann eine Creme aus einem Pfund Quark, 2 TL Orangenschale, 4 EL Zucker, 100 ml Milch aufschmieren und nochmal 15 Minuten backen. Kalt werden lassen und in mittelgroße Quadrate schneiden.
Weggehen, damit man nicht alles auf einmal aufißt.

Einschub: Nachhilfe | Ex Oikos

Gicht, sage ich der jungen Frau mir gegenüber, ist eine Krankheit, die auftritt bei ungenügender Harnsäureausscheidung. Ich nehme meinen Bleistift und schreibe auf: Gicht Doppelpunkt Störung des Harnsäurestoffwechsels. Aha, sagt die junge Frau und nickt. In nicht ganz zwei Wochen will sie eine Biochemie-Prüfung bestehen. Sie lerne ja dafür, sie gebe ihr bestes, aber sie brauche eben ihre Zeit. Manchmal an diesem Tag habe ich das Gefühl, ihr bestes sei nicht genug.
Gicht, sagt sie eine halbe Stunde später auf meine Frage hin, ist eine Krankheit, die auftritt bei gestörtem Aminosäurestoffwechsel. Ich bin irritiert, klopfe mit meinem Bleistift auf den Block und sage: Ich bin irritiert, ich dachte, Gicht stünde in Zusammenhang mit der Harnsäureausscheidung. Ja, sagt sie, Harnsäure. Und gleich dazu sagt sie Aminosäurestoffwechsel. Nein, sage ich: Purinstoffwechsel, Nucleinsäuren. Wo kommen die vor, frage ich, wo gibt es die Nucleinsäuren? Sie, die in ihrer Diplomprüfungsphase steckt, die in nicht ganz zwei Wochen nicht nur über Biochemiegrundlagen, sondern die angewandte Biochemie geprüft werden will, sie sagt: Nucleinsäuren sind Proteine.
Ich kann mich beherrschen. Ich schreie nicht, ich raufe mir nicht das Haar, ich hämmere nicht wild auf den Tisch. Einzig der Bleistift klopft häufiger auf den Block, als ich sage: Proteine bestehen aus Aminosäuren, Nucleinsäuren dagegen sind Grundbausteine der DNA. Ich frage sie: Was heißt eigentlich DNA? Ich meine es als Scherz, doch im selben Moment, in dem ich die Worte ausspreche, bemerke ich das Flackern in ihren Augen. Sie rät: Di-Nucleotid- ... wofür steht das A?
Der Bleistift verharrt mitten in der Klopfbewegung.
Desoxy-... beginne ich, will sie locken, die richtige Antwort oder wenigstens ein Erkennen aus ihr herauslocken: Desoxy-...?
Sie wiederholt: Desoxy. Und schweigt. Schaut mich an. Ich gebe auf: Desoxribonucleinsäure. Sie sieht mich immer noch an.
Ich erkläre ihr die Struktur, die Aufgabe der DNA, der RNA, Replikation, Genexpression, Transkription, Translation, sie will immer mehr hören. Ich lerne am besten, sagt sie, wenn mir jemand etwas erklärt. Also erkläre ich und male auf. Harnsäure entsteht beim Abbau der Purine Adenin und Guanin. Die Pyrimidine Thymin und Cytosin werden abgebaut zu Wasser, Ammoniak und Kohlendioxid. Sie nickt. Und dann frage ich: Welche Krankheit tritt auf bei ungenügender Harnsäureausscheidung? Sie sieht mich an und sagt ganz stolz: Phenylketonurie.
Zwischen meinen Fingern zerbricht der Bleistift.

Beim Weinhändler | Ex Oikos

Neulich beim Weinhändler des Vertrauens die abendliche Veranstaltung: Wein und Gesundheit.
Quasi mein Thema, referiert jedoch vom Weinhändler, der trotzdem dauernd mich angeguckt hat, weil er genau wußte: Quasi mein Thema. Mußte mich sehr zurückhalten, nicht gleich in seinen Einführungssatz hineinzufallen mit dem Ausruf: "Es gibt keine gesunden Lebensmittel, hat es noch nie gegeben, wird es nie geben. Gesundheit ist ein verbales Konstrukt, das den Zustand des Menschen angibt, der durch Paramter der Lebensführung wie zum Beispiel die Zufuhr von Nahrungs- und Genußmitteln positiv oder negativ beeinflußt wird. Das Lebensmittel selbst ist dabei wie das Messer, das sowohl zum Schneiden des Brotes als auch zum Schneiden von Menschen verwendet werden kann.
Diese ganze Scheiße mit 'gesund leben', die Kampagnen mit Wellness, Fitness und Health Care sind aktive Maßnahmen der Produzenten zur strategischen Verunsicherung und Verdummung der Konsumenten, damit die für den nächsten gleich unwirksamen probiotischen Joghurt oder die nächste unnötige Fettersatzstoffmargarine oder die nächsten fettfreien, aber zuckerverkrusteten Cerealien" - hier hätte ich hysterisch geschrien: "CEREALIEN! Kein Mensch ißt mehr Müsli, alle essen nur noch CEREALIEN!" - "damit die dummen Verbraucher für all diese Nahrungsersatzstoffe, die aus richtigen Lebensmitteln gefertigt wurden, ein Heidengeld ausgeben, was sie aber nicht merken, weil ihnen dieser ganze Müll, mit dem sie sich vermeintlich und zudem falsch formuliert 'gesund ernähren' ihnen zu solchen Angebotspreisen angepriesen werden, daß sie nur noch auf den Preis schauen können, statt auf das Preis-Genuß-Verhältnis.
Da kaufen sie dann Weizenextrudat und milchfreie Milchmischgetränke, Obstjoghurt ohne Fett, ohne Zucker, ohne Obst und ohne Geschmack und sehen nur den unschlagbar günstigen Preis beim Discounter ihres Vertrauens, fangen aber gleich an zu schreien, wenn die Brotpreise um 10 Cent steigen, als ob noch iregendeiner der Schreihälse überhaupt wüßte, was gutes, echtes Brot ist, weil man ja auch eigentlich kaum noch eines kaufen kann, weil die meisten Bäcker resignieren angesichts der steigenden Zahl von Back-Shops, die von den meisten Kunden nicht nur toleriert, sondern auch noch mit dem Ausdruck imitierter Lebensfreude frequentiert werden. 'Oh, hier spare ich ja bei meinem täglich Brot Geld ein, und so schlecht ist es ja auch nicht, wenn man sich erst mal an die Fadigkeit von fehlendem Geschmack gewöhnt hat, was leicht geht, wenn man einfach die Margarine dicker aufstreicht und den Käse und die Wurst, irgendwas davon wird schon einen Geschmack geben und wenn nicht, dann bin ich wenigstens billig satt geworden', denken die dummen Verbraucher dann und merken nicht, daß hinter den Backshops die wenigen Bäcker, die noch selbst backen, vor die Wahl gestellt werden, ob sie nur noch billige Backlinge verwenden oder unter stetigem Verlust der Lebensgrundlage weiterhin selbst backen, wobei die Wahl wahrscheinlich nicht schwer fällt angesichts von Verbrauchern, die den Unterschied zwischen echtem Brot und mit Zuckerculeur auf Genußfarbe getrimmtem Brotersatz nicht erkennen würden, wenn es in jede Brotscheibe eingebacken wäre.
Als Ausgleich dafür, daß ihnen dann der ganze Magen-Darm-Trakt aus Angst vor dem, was ihm da zugemutet wird, durch den Mund zu entfliehen versucht und sie sich deswegen aufgebläht fühlen ('Du siehst ja scheiße aus, gehts Dir nicht gut?' - 'Ach, naja, ich fühle mich doch so aufgebläht.') kaufen sie dann Joghurt, der mit aus Pilzwurzeln hergestelltem Xanthan angedickt ist und Darmbakterien enthält, Abführmittel, die die Aufnahme von Wasser aus dem Darm verhindern sollen und so 'effektiv gegen Verstopfung wirken' und eigentlich nur zu Dünnschiß führen, der die ganzen sorgsam per Pilz-Bakterien-Joghurt eingeführten Bakterien ganz rapido wieder ausführt, danach fühlen sie sich dan aber wieder quicklebendig, weil sie ihrem gemarterten Körper nun aber endlich mal was Gutes getan haben. Zur Belohnung inhalieren sie dann mal schnell eine Tüte Chips. 'Aber nur die guten mit jetzt 60% mehr Sonnenblumenöl, das hat nicht so viele gesättigte Fettsäuren', denken sie dann und glauben auch, die Chips-Firma hätte ihnen damit was Gutes tun wollen, dabei haben die nur mal eben geschaut, was eigentlich günstiger ist, deutsches im Rahmen der Kraftstoffersatzdiskussion vermehrt angebautes Sonnenblumenöl, das eh weg muß, bevor es ranzt, oder das sonst verwendete weltweit importierte Palmöl.
'Aber die ungesättigten Fettsäuren entschlacken doch', ruft mir der dumme Verbraucher entgegen. ENTSCHLACKEN! Das geht gar nicht, wir sind kein Bergwerk und keine Erzhütte, wir sind ein lebendiger Organismus und scheiden aufgenommene Giftstoffe, bei denen es sich größtenteils um Schwermetalle und Pestizide nicht aus, sondern lagern sie im Fettgewebe an. Die einzigen zwei Möglichkeiten, das wieder lsozuwerden, sind Fettabsaugung oder Stillen. Entschlacken ist nicht, das geht nicht, denn das gibts nicht im menschlichen Körper, was abgebaut werden kann, wird auch so abgebaut und was nicht abgebaut werden kann, das bleibt, bis wir an irgendwelchen Krankheiten sterben. Schätzungsweise Krebs, denn das ist das Einzige, was noch bleibt, wenn man alle anderen Krankheiten besiegt hat, irgendwann kann der Körper nur noch versagen, wie irgendwann auch die Konzentration nachläßt oder die Kontrolle über die Blasenfunktion. Und dann stirbt man ganz verwundert, weil man sich doch sein Leben lang so 'gesund ernährt' hat mit Wurst und Käse und Brötchen und Brot und Schokolade und Eis und Chips und Flips und Bier und Wein.
Und daß Wein so unglaublich 'gesund' sein soll, weil da ja all die ach so wirksamen Polyphenole drin sind, die im Tierversuch hochdosiert diesen und jenen Krebs verhindert hätten, ändert auch nichts daran, daß Alkohol ab der geringsten Menge ein Zellgift ist, das sämtliche Moleküle schädigt, mit denen es selbst oder durch eines seiner Abbauprodukte in Berührung kommt. Natürlich lebt man länger, wenn man glücklich mit seinem Leben ist und in der Sonne Frankreichs sitzt und dazu gelassen Wein trinkt und genußvoll ißt und ab und an mal Boule spielt." Und dann wäre ich erschöpft in meinen Stuhl zurückgesunken.
Ich bin ihm dann aber doch nicht im ersten Satz ins Wort gefallen, denn obwohl es mein Thema war, war es nicht mein Abend, sondern der des Weinhändlers.
Wenigstens den zweiten Satz wollte ich noch abwarten.

So | Ex Oikos

Das war es dann also.
Acht Prüfungen in acht Wochen, alle bestanden, Diplom-Ökotrophologe geworden. Soziale Fähigkeiten verloren, Leser vergrault, Wohnung im Chaos versunken, Pläne für die Zukunft absent.
Die Mutter fragt: Und jetzt? Keine Ahnung, sage ich. Aufräumen sage ich, Stellensuche, Urlaub. Eine Komilitonin hat anschließend ein Psychologie-Studium angefangen, als ich das erzähle, schweigt mir die Mutter ein Veto entgegen. Auch als ich es für mich ausschließe, findet sie es nicht lustig. Fast schlimmer als bei meinem Outing.
Glücklicherweise gibt es auch Leute, die sich für mich freuen. Der Freund zum Beispiel. Der feiert heute mit mir und mit Frau Wahl, die extra aus Nürnberg importiert wird. Später hat sich auch der Herr Scheibster angekündigt. Bei Interesse finden Sie mich ab halb zehn in der Havanna Bar in Bad Nauheim.
Eine ordentliche Feier soll auch noch sein, nur nicht jetzt, nicht gleich, ich muß mich erst sortieren.

Prüfungstage | Ex Oikos

sind goldene Tage, das sagt man doch so. Hier also nochmal die Termine, damit sich nicht alle wunddrücken:

30.07.2007: Angewandte Ernährungslehre schriftlich bestanden
01.08.2007: Angewandte Ernährungslehre mündlich bestanden
03.08.2007: Pathophysiologie schriftlich bestanden
13.08.2007: Betriebswirtschaftslehre des Großhaushalts mündlich bestanden
24.08.2007: Pathophysiologie mündlich bestanden
04.09.2007: Lebensmittellehre mündlich bestanden
18.09.2007: Biochemie mündlich bestanden
28.09.2007: Qualitätserzeugung und -bewertung bei pflanzlichen Lebensmitteln mündlich bestanden

Es wird einfach nicht spannender. Sie können an den Tagen dazwischen aber gerne die Daumen lösen.

Arrogante Kuh | Ex Oikos

In Kürze: Eine der Damen aus meinem Studiengang verzeiht mir ein vorschnelle Handlung, die ohne negative Konsequenzen geblieben ist, sondern sogar noch positive zeitigte, weil ich ebenso unabsichtlich etwas getan habe, wovon sie gehörig profitiert.
Ich hätte meinen Fehler wiedergutgemacht, schreibt sie in der SMS.

Damit ich mich jetzt nicht weiter aufrege, führe ich es mal nicht weiter aus.
Ach ja: Zwei von drei bisher abgehaltenen Prüfungen habe ich bestanden, das Ergebnis für die dritte kommt morgen. Dann nur noch fünf.

Für den Urlaub gebacken | Ex Oikos

Rosenkuchen

~   ~   ~

Zuhause vergessen.

Der BMI | Ex Oikos

Der Body-Mass-Index ist eine errechenbare Größe, die eine Beziehung zwischen Körpergröße und Körpergewicht herstellt. Dieser Parameter wird immer wieder dazu herangezogen, Aussagen über das Wunschgewicht, die Gesundheit, persönliche Risiken für bestimmte Krankheiten und vor allem über optische Oberflächlichkeiten zu treffen.
In der Ernährungsberatung wird der BMI mittlerweile nicht mehr als alleiniger Parameter zur Beurteilung der Gesundheit herangezogen, sondern nur als Teilfaktor.

Der BMI als solcher stellt einen verallgemeinernden Wert dar. Individuelle Körperunterschiede wie eine besondere Körpergröße oder eine starke Ausbildung von Muskeln werden nicht erfaßt. Kleine Menschen geraten bei der Berechnung des BMI schnell in den übergewichtigen Bereich.

In den achtziger Jahren wurde die Einteilung des BMI verändert. Richtete sich die Festlegung des empfehlenswerten BMI bis dahin noch nach dem Alter, wurden unter anderem auch auf Druck amerikanischer Versicherungen Grenzwerte für Gewichtsklassen wie Normalgewicht, Übergewicht und Adipositas eingeführt. Altersunterschiede werden nicht mehr erfaßt und damit auch nicht die Veränderung der Körperzusammensetzung im Alter.
Das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Krebs oder Diabetes ist nicht direkt vom BMI abzulesen, da vor allem die Fettverteilung die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Krankheiten bestimmt. Diese wird aber auch nicht im BMI erfaßt.

Studien haben gezeigt, daß Menschen mit leichtem Übergewicht älter werden können und vor allem gesünder alt werden. Menschen mit Untergwicht dagegen haben wie stark adipöse Menschen eine deutlich erhöhte Mortalitätsrate, da sie anfälliger für Krankheiten sind.

Zuletzt die psychologische Komponente: Da Menschen Vereinfachungen lieben, übt der BMI einen großen Reiz aus, wenn man die eigene Gesundheit bewerten möchte. Dabei wird übersehen, daß es wichtigere Dinge gibt als das eigene Gewicht, so es nicht so groß oder so niedrig ist, daß es zum Hauptthema des eigenen Lebens wird. Das Festhalten am BMI mindert die eigene Lebensqualität mehr als es potentiell vorhandenes leichtes Übergewicht vermöchte.

Erste Worte

Als Neolog berichtet Herr Wolf live von der Front, geizt aber auch nicht mit tiefen Einblicken in eigenes und fremdes Seelenleben. Kryptik und mitunter eigenwilliger Sprachumgang haben Herrn Wolf in den letzten sechs Jahren nicht dauerhaft unterkriegen können. Herr Wolf beweist auch 2008 wieder seine Steherqualitäten und zeigt der Welt seine Zähne.
Kritik, Aufmunterung, Fragen oder auch allgemeine Post bitte an herrwolf web de
Hier die ausführliche Bedienungsanleitung.

Letzte Worte

Manchmal,
Herr Wolf, manchmal hilft es einfach, wenn man eine...
pathologe - 23. Jul, 07:24

Mahnende Worte

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