die augen, die die sonne steigen
und am abend sinken sahn,
sehen keine nacht und keine tage mehr
und hände, die einst
sturm- und kraftvoll leben hielten,
sind zeitdurchzogen, blaß und leer
die hände im kopf
das herz auf der zunge
die laus an der leber
den schleim in der lunge
ich fühl mich so anders
so voll und verstopft
ganz unflexibel
und seltsam verkopft
es ist wohl der frühling
oder der anfang des jahrs
oder die grippe
ja, die grippe, die wars
Bedächtig schreitet sanft
auf samtgen Tatzen
der goldne Löwe
durch sein stilles Reich
aus Stein und Staub.
Ein ferner Schimmer
silberfarbner Sterne nur
strömt sachte
über vormals
sonnenheiße
Bergeshänge
perslt ab von
schroffen Gipfeln
voller Schnee.
Tief im Tal
am Fuße der Gebirge
tastet stumm der Löwe
mit dem goldnen Fell
durch die Ruhe
seiner Steppe,
durch die Stille
seiner Nacht.
O: 04-99
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sprichst wilde worte
in mein herz
schreist deine angst
heraus
malst dunkle bilder mir
aus blut
flichst einen kranz
aus haut und haar
deine worte hör ich nicht
und seh nicht deiner hände werk
und fühle nur dein beben
deine einsamkeit
auf meiner haut
deine hand
brennt
nimm sie fort
die glut
ist das
noch deine stimme
oder
der hauch
eines abschieds
die sonne steht tief über der stadt
wolken übermalen den horizont
und ich spüre deine hand nicht mehr
in meiner
du bist
fortgegangen
und doch bei mir
ich geh
dich suchen
bevor der abend kommt