Ein Wolf für alle Felle | PETA und Herr Wolf
Treibgut
Ist ja normalerweise nicht so meine Sache, Witze zu machen. Trotzdem:
Was ist der Unterschied zwischen Ostdeutschland, Westdeutschland und Österreich?
In Ostdeutschland werden Kinder in
Blumenkästen vergraben, in Westdeutschland kommen sie in die
Tiefkühltruhe und in Österreich in den
Keller.
Ich will nach den acht Jahren, die ich sie kenne,
Holly Palmer auch in Europa haben. Jetzt gleich und sofort und überhaupt. Ich will nicht, daß keiner sie kennt hier. Protestiert beim Radio!
Ach nein, das Radio hat ja
das Problem.
Dann protestiert bei irgendwem anders. Aber protestiert!
Außerdem hat sie ein neues Projekt, wenn ich das richtig verstanden habe:
Bubbles and Cheesecake
Machen Sie doch ab dem 15. 12. mal wieder den Fernsehsender Ihrer Wahl an und schalten nicht in der Werbepause weg. Die großartige Sozial-Marketing-Kampagne "Du bist Deutschland" geht in die nächste Runde.

Und diesmal gibt es auch wieder eine phänomenale Botschaft:
Deutschland muss kinderfreundlicher werden - das fordern 30 Medienunternehmen mit der Neuauflage der Kampagne "Du bist Deutschland". Die überparteiliche Initiative stellt dafür ein Media-volumen von voraussichtlich mehr als 35 Millionen Euro zur Verfügung. Herzstück der Kampagne ist ein zweiminütiger TV-Spot, der ab dem 15. Dezember eine positive Einstellung gegenüber Kindern vermitteln soll.
(Quelle: Offizielle Homepage zur Kampagne)
Mal blöd gefragt: Könnte man mit 35 Millionen Euro eigentlich eine Kindertagesstätte finanzieren?
edit: Erinnert sich eigentlich noch wer daran,
daß der Slogan eine Nazi-Vergangenheit hat?
[
Anmerkung vorweg:
Dies ist ein Geschenk anläßlich des
Blogwichtelns des Herrn Hollemann. Dem Schenker danke ich sehr für die Musik. Gefällt mir ausgesprochen gut und läuft auch schon in heavy rotation.]
Ein Geschenk von Blogwichtel
Ok denke ich mir, einen Beitrag für einen anderen Blog zu schreiben kann ja nicht so schwer sein, gerade wenn man auf seinem eigenen Blog fast täglich irgendetwas sinn- oder unsinniges verfasst.
Also meldete ich mich zum Blogwichteln beim Hollemann an und bekam ein Blog zugelost für das ich einen schönen Beitrag schreiben soll.
Soweit so gut. Wer mich kennt und hin und wieder bei mir liest weiß, das ich mich in unserem Blog hauptsächlich mit Musik & Kunst im weitesten Sinne beschäftige.
Den mir zugelosten Neolog von Herren Wolf kannte ich bisher noch nicht, macht aber auch nichts.
Beim stöbern durch seine Beiträge fiel mir auf, das diese so ganz anders sind meine, eher „kopflastig" und lyrisch (natürlich im positiven Sinn!).
Tsja und nun sitze ich hier und bin mir nicht sicher was ich schreiben soll….
Also mache ich das, was ich am besten kann: Musik
Nun aber „nur" eine Platte zu rezensieren oder einen Mix zu verlinken finde ich ein wenig schwach. Schließlich sollen sich der Beschenkte und seine Lesern auch über diesen Beitrag freuen.
So kam ich auf die Idee einen meiner älteren aber selbst produzierten Songs zu verschenken.
Der Song heißt „Spy", ist aus dem Jahr 1997 und passt am ehesten in die Schublade Broken-Beat. Damit keiner Angst vor der „bösen Musikindustrie" haben muss steht der Titel unter Creative Commons Lizenz und kann von jedem kostenlos heruntergeladen, und vervielfältigt werden. Einzige Voraussetzung: Der Track darf nicht kommerziell genutzt werden.
Bleibt zu hoffen lieber Herr Wolf, dass dir und deinen Lesern das Geschenk gefällt.
Ich wollte letzte Woche noch meinen Wichtel um Verzeihung bitten. Ich bin mir durchaus bewußt, daß ich keine leichte Aufgabe bin. Ich wollte noch darauf hinweisen, daß vielleicht die Beiträge aus dem Frühjahr 2007 besser geeignet sind als die aus dem Sommer oder Herbst, um eine Anregung zu geben, was man mir als Wichtelei antun könnte.
Vielleicht hätte ich auf die
Fragmente oder die
Mittwochslyrik hinweisen sollen. Vielleicht hätte ich irgendwas tun sollen, statt mir nur den Kopf darüber zu zerbrechen, was ich selbst wichtele. Glücklicherweise wird im bewichtelten Blog Freude über das Geschenk ausgedrückt.
Insofern bitte ich also jetzt nochmals meinen Wichtel um Verzeihung. Ich falle nicht leicht.
Das ist aber kein Grund, nicht kreativ zu werden.
Wir sind menschlich. Wir alle haben Emotionalität. Emotionalität ist das, was den Mensch „menschlich“ macht. Wohlgemerkt nicht das, was ihn vom Tier unterscheidet. Viele Tiere, gerade Säugetiere, zeigen ihre Emotionen viel deutlicher und direkter als die meisten Menschen. Soweit steht das außer Frage. Doch dass sich diese Menschlichkeit in alle Bereiche des Lebens und vor allem auch in scheinbar lebensferne Bereiche wie das Internet erstreckt, ist eine Entwicklung unserer Zeit. Nicht nur, weil das Internet eine Erfindung unserer Zeit ist, sondern auch, weil trotz aller Automatisierung gleichzeitig eine Emotionalisierung der Gesellschaft stattfindet. Wir alle verlieren unsere Scheu, Gefühle zu zeigen, zu zeigen, dass wir berührt werden.
Das gilt umso mehr in Weblogs als für andere Erscheinungen des Internets. Denn oft führt dieser Verlust an Zurückhaltung der eigenen Person nur zu Pornographie und Selbstbefriedigung. In Weblogs allerdings, die in der Regel wenig Raum für Pornographie lassen, werden sehr oft Gefühle behandelt, gezeigt und verletzt. Das Weblog als direktes Intellekt-Medium, also als solches, das auf eine Interaktion mit dem Körper nur noch minimal über die Hände angewiesen ist und sich hauptsächlich über Interaktion mit dem Intellekt des Rezipienten auswirkt, ermöglicht eine engere Verzahnung mit den Grundemotionen des Menschen, da die transportierte Information an sich emotionsfrei ist und erst durch den Leser interpretiert wird.
-----
Dieser Text handelt von Weblogs. Wenn Sie nicht wissen, was ein Weblog ist, dann lesen Sie doch mal die
Medienanalyse von
Frau Wahl. Kommen Sie dann doch bitte wieder und lesen hier weiter.
Dieser Text versucht eine
Frage zu beantworten, die Frau Wahl vor geraumer Zeit gestellt hat: Kann der stetige Anstieg von Weblogs in den letzten Jahren mit den Theorien der Postmoderne erklärt werden? Die Antwort zu geben, das gewachsene Angebot von Weblogs sei mit der steigenden Bekanntheit des Mediums an sich zu erklären oder mit der andauernden Weiterentwicklung von Weblogprogrammen, ist nicht ausreichend. Sie erklärt nicht, warum das Medium Weblog nicht mehr eine Linksammelstelle für Fundstücke aus dem Internet ist, sondern mehr und mehr ein öffentliches Tagebuch. Sie erklärt nicht das Phänomen der Blogosphäre. Möglicherweise können postmoderne Theorien eine passendere Antwort liefern. Dies soll im Folgenden untersucht werden.
Dieser Text erklärt zunächst die Charakteristika der Postmoderne in Bezug auf das Internet und Weblogs, als da wären:
- menschliche Affektivität/Emotionalität
- kritisches Hinterfragen eines universalen Wahrheitsanspruchs
- Verlust traditioneller Bindungen
- Sektoralisierung des gesellschaftlichen Lebens
- radikale Pluralität in Gesellschaft, Kunst und Kultur
- Dekonstruktion, Sampling, Mixing von Codes als Kulturtechniken
- zunehmende Zeichenhaftigkeit der Welt
Anschließend wird ausgehend von diesem Kontext eine Antwort auf die Frage nach dem Einfluß der Postmoderne auf die Entwicklung von Weblogs gegeben.
Dieser Text stellt keinen Anspruch auf Richtigkeit. Es ist der Versuch eines Ernährungswissenschaftlers, die Antwort auf eine soziokulturelle Frage zu geben.
Das Neolog giert nach Inhalt, und ich habe glücklicherweise bei einer Erstinspektion eine unerledigte Aufgabe gefunden:
Die Frage nach der Postmodernität des Mediums Weblog, gestellt damals Ende Januar
hier von einer damals studienbedingt darin eingebundenen
Frau Wahl. Eigentlich wollten wir das Thema nochmal mit
Frau Licht und der einen oder anderen Küche mit Wein ausführlich diskutieren. Daß es nicht weiter verfolgt wurde, kann bei 10 Millionen Hektolitern Jahresproduktion allein in Deutschland nicht Weinmangel gewesen sein.
Höchste Zeit also, daß das postmoderne Blog endlich mal ausführlich behandelt wird. Und zwar in einer losen Reihe aus sieben Folgen, die eigentlich schon fast fertig sind, zusammen aber ein bißchen arg lang sind und damit leserunfreundlich.
Wie immer gilt: Bringen Sie sich ein, diskutieren Sie und widersprechen Sie mir. Kritik ist der Dünger des Geistes.
Bla bla.
Der
nachfolgende Text ist ernst gemeint. Aufmerksame Leser werden merken, das ist nicht das erste Mal, daß ich darauf hinweise. Es ist mir aber wichtig, darum habe ich es nochmal gepostet.
Das für mich Faszinierende an der Blogosphäre ist, daß hier kleine Wellen auf Tsunamigröße vergrößert werden können. Es wäre schön, das auch einmal zu sehen, wenn es nicht nur um die Beantwortung eines Stöckchens ginge.
Ich habe einer jungen Frau eine Email geschrieben.
Die junge Frau heißt [
Erin]. Sie lebt bei ihrem besten Freund, da sie nicht nur arbeitslos und unversichert, sondern auch noch lebensbedrohlich erkrankt ist.
Eine ihrer Krankheiten ist das Arnold-Chiari-Syndrom. Teile des Kleinhirns wandern in andere Gehirnbereiche ein, wo sie Gewebeschäden verursachen oder einfach absterben können. Unbehandelt wird sie sterben.
Klingt wie ein Kettenbrief, klingt wie ein Hoax, eine Lüge, ist es aber nicht. Niemand soll Geld spenden, Erin bittet lediglich um Unterstützung beim Projekt Download. Der Filehoster Megaupload hat ein Reward Programm. Sollte ihre 3 KB kleine .txt-Datei 5.000.000 Mal runtergeladen werden, zahlt Megaupload Erin Geld, das sie zur Anzahlung ihrer Operation nehmen kann. Dabei wird jede IP nur einmal am Tag gezählt, sonst hätte sie es selbst ja schon oft genug herunterladen können.*
Erin hat sich gefreut, als ich in meiner Email erwähnte, ich würde ihre Geschichte in meinem Blog veröffentlichen. Sie kann nicht wissen, daß ich nur einen sehr begrenzten Leserkreis habe. Vielleicht aber, das ist meine Hoffnung, kann auch ein kleiner Stein in einem großen Teich Wellen erzeugen.
Und so bitte ich an ihrer Stelle darum: Laßt auch einen Stein in den Teich fallen, schlagt auch Wellen. Es kostet Euch nicht mehr als einen Beitrag und die eine Sekunde des Downloads.
Mehr Informationen über [
Erin] und ihr [
Project Download], das [
Megaupload Reward Program] und die Direktlinks zur herunterladbaren Datei [
1] | [
2] | [
3] sind verlinkt.
Es ist weder meine Art, Spendenaufrufe ernst zu nehmen, noch liegt es mir, um etwas zu bitten. Ich glaube aber, daß das hier wichtig ist. Diese Meinung muß niemand teilen, ich hoffe aber, daß Ihr Erin wenigstens eine kleine Chance gebt.
________________________________
* Hierzu eine wichtige Anmerkung, die ich im Text irgendwie nicht untergebracht habe: Jede IP-Adresse wird pro Tag nur ein einziges Mal registriert, wohl um Mißbrauch vorzubeugen. Mehrmals am Tag die Datei herunterzuladen hat dagegen leider keinen Effekt.