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    <title>neolog (Wolfuntergang) : Rubrik:Von der Front</title>
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    <description>Wolfuntergang</description>
    <dc:publisher>neolog</dc:publisher>
    <dc:creator>neolog</dc:creator>
    <dc:date>2009-12-02T01:35:40Z</dc:date>
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    <title>neolog</title>
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    <title>Ein Jahr vorbei</title>
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    <description>Was hast Du vor, fragt er mich. Was willst Du tun nach dem ersten November? Wohin gehst Du?&lt;br /&gt;
Mein Chef fragt nicht, ob ich bleiben wolle, womit er mich vielleicht halten könne. Er pokert. Er verliert. Ich werde nicht um die Stelle betteln, die nicht viel mehr ist als ein bezahltes Praktikum. &lt;br /&gt;
Ich habe im letzten Jahr gegen mich gekämpft, gegen das Chaos in mir, gegen die Konfliktunfähigkeit, gegen die Engstirnigkeit in meinem Kopf. Ich habe Siege errungen, kleine Siege angesichts der Finanzkrise, aber große angesichts meiner früheren Sorgen. Ich habe geräuschlos den Seminarbetrieb eines bundesweit bekannten Aus- und Weiterbildungshauses aufrecht erhalten, ich habe selbst erfolgreich Seminare gehalten, ich habe Personalverantwortung übernommen. Und seit mein Chef gegen mich gepokert und verloren hat, gibt sogar er zu, dass ich mehr als nur gute Arbeit geleistet habe. Auch das natürlich noch, um mich dazu zu bringen, zu betteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch habe ich keinen richtigen Plan. Die Zeit wird knapp, das weiß ich, das bekomme ich nicht nur von meinen besorgten Eltern, auch vom Freund immer mal wieder gesagt - als ob ich nicht wüßte, daß Arbeitslosigkeit kein Vergnügungspark ist. Als ob ich mir nicht bewußt wäre, daß der Mensch im Leben eine Aufgabe braucht, um sich ganz zu fühlen, einen Traum, eine Richtung, eine Bestimmung, und wenn sie im Großen Ganzen noch so scheinbar klein sein mag.&lt;br /&gt;
Der Freund und meine Eltern sorgen sich. Sie sehen noch nicht, dass ich keinen Plan für mein Leben habe, weil ich momentan mein Leben nicht mehr sehe. In meiner 50-Stunden-Woche ist kein Platz dafür. Ich bin ein Feierabend-Tier geworden, das in eine Decke gewickelt auf dem Sofa döst, während der Fernseher ins Wohnzimmer leuchtet. Ich sehe die Bilder, doch sie ergeben keinen Sinn mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Arbeit, denke ich mir. So geht das allen und immer. So wird das sein bis an das Ende der Arbeitszeit. Ich werde morgens aufstehen, bevor mein Gehirn funktioniert, werde arbeiten, bis mein Gehirn nicht mehr funktioniert, und danach auf dem Sofa liegen und langsam verblassen. &lt;br /&gt;
So wie das allen und immer geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was habe ich vor nach dem ersten November? Ich weiß es nicht, antworte ich. Ich werde nicht hierbleiben, vielleicht gehe ich ganz fort. Ich sehe kein Ziel, aber ich sehe auch keine Grenze. Wenn ich dieses Jahr hier überstehen konnte, dann kann ich alles machen und alles schaffen. Ich werde überleben und wahrscheinlich auch glücklich sein, sage ich. Vor allem aber werde ich nicht bleiben.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-08T20:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/5757799/">
    <title>Das alte Modell</title>
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    <description>Manches überlebt sich von selbst und kein Rettungspaket der Welt kann das noch ändern. Opel (und alle anderen Hersteller von Verbrennungsmotoren), Karstadt (und alle anderen Warenhäuser, die teurer sind als das Internet und auch keine besseren Produkte bieten), die SPD (und alle anderen Parteien, die nicht die Entscheidung zwischen richtiger Demokratie und echtem Absolutismus treffen können). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Arbeitgeber gehört auch dazu. Man kann sich nicht entscheiden, ob man wirklich mal hart durchgreifen oder tatsächlich wieder sozial und freundlich sein will. So greift man zu dem Mittelweg, der nicht golden, sondern einfach nur scheiße ist: geheuchelte Freundlichkeit, leise Apelle, die nicht als Befehle verstanden werden sollen, es aber trotzdem sind. Die Zukunft hat begonnen, die Firma hat aber noch einen Kater und kommt nicht so recht aus dem Bett. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist mein letzter Tag vor dem Urlaub, eine Woche Südfrankreich. Hoffentlich ist die Firma bis nächsten Freitag implodiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Au revoir.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-12T05:19:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/5698359/">
    <title>Lebenszeichen</title>
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    <description>Es regnet derweil mal wieder. Die Monate gehen ins Land, wie ich morgens zur Arbeit: unaufhörlich und ohne Ziel. Die Worte bleiben irgendwo auf der Strecke, ersetzt werden sie durch einen langsam wachsenden Unwillen, so weiter zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma ist im Umbruch, die Krise, die nichts mit der Finanzkrise zu tun hat, war schon vor drei Jahren abzusehen, erst jetzt wird reagiert, hektisch reagiert, Aktionismus regiert ebenso wie Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern. Die Führung sieht das nicht, will oder kann es vielleicht nicht sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich auf Südfrankreich im Juni und Namibia im August und den Beginn meiner erneuten Stellensuche ab Juni. Der Vertrag läuft bis November und würde wahrscheinlich sogar verlängert, weil sonst Mitarbeitermangel herrschte, ich will aber nicht warten, bis ich mit dem Schiff untergehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber fehlen mir die Worte. Anders als früher kann ich darüber aber nicht mehr traurig sein, dazu fehlt die Zeit und der Wille, auch dabei noch Kraft zu verlieren.&lt;br /&gt;
Alles weitere wird man sehen.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-13T04:49:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/5448549/">
    <title>Prelude einer Katastrophe</title>
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    <description>Wir sind zu sechst, sie sitzt mir schräg gegenüber und guckt grimmig, den ganzen Tag schon. Unser gemeinsamer Chef sitzt neben mir. Ich bin seit eineinhalb Monaten Teil des Teams. Sie wird es in eineinhalb Monaten nicht mehr sein. Ich bin ihr Nachfolger, sie arbeitet mich ein. Bis zu diesem Tag ging alles gut.&lt;br /&gt;
An diesem Tag, als wir zu sechst in der Besprechung sind, bemerkt unser Chef ihren Blick, bezieht ihn auf sich und auf seine Worte und sagt: Schau doch nicht so grimmig. An diesem Tag, als wir zu sechst an diesem Tisch sitzen, bin ich achtlos und sage, was ich denke: Sie guckt schon den ganzen Tag so. An diesem Tag also sitzen wir dann um den Tisch und lachen kurz zu sechst. Daß sie danach noch etwas grimmiger schaut als vorher, fällt niemandem auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind zu zweit, nur sie und ich. Ihr grimmiger Blick ist emotionsloser Leere gewichen. Sie räumt Dinge durch die Gegend, heftet ab, ist unglaublich effektiv. Lächelt nicht ein einziges Mal. Sagt kein Wort. Wenn wir zu zweit sind. Drei Tage lang. Und dann sagt sie am letzten Tag vor dem winterlichen Betriebsurlaub: Ich bin stinksauer auf Dich. Werde es aber aber nächstes Jahr nicht mehr sein. Dann ist wieder alles wie früher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann bin ich alleine. Seither bin ich alleine, obwohl wir seit zwei Wochen wieder nebeneinander arbeiten. Genausogut könnte ich auch auf dem Mond sein. Statt mich einzuarbeiten gibt sie mir schriftliche Anweisungen, statt Erklärungen habe ich einen überquellenden Postkorb. Aber ich bin nicht besser. Ich kann nicht mit ihr sprechen, ohne eine leichte Übelkeit zu spüren, die vielleicht auf verletzten Stolz, vielleicht auf Eitelkeit, vielleicht auf Masochismus zurückzuführen ist. Ich kann nicht mit ihr sprechen, eher atmete ich auf dem Mond Sonnenlicht und verbrennte.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-15T18:06:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/5370368/">
    <title>Morituri</title>
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    <description>Schon wieder waren die Herren von der Polizei hier, die Nachbarn beäugen sich ein wenig mißtrauisch, jeder fragt sich, ob es einen Nächsten gibt, der frei von allen Lebenszeichen aus seiner Wohnung getragen wird.&lt;br /&gt;
An einen Zufall geben wir noch vor zu glauben, insgeheim aber wollen wir alle erfahren, dass es kein Zufall, kein weiterer natürlicher Tod war, der in unserer Mitte stattfand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Todesfälle innerhalb von zwei Wochen in einem Haus, das erscheint allen auffällig, auch wenn beide Toten dem Tod näher als dem Leben standen. Die eine zerfressen von Depression und Alkohol, die andere zerfurcht von den Jahren und den Erinnerungen an drei Jahrhunderte. Bei beiden erschien es nicht unwahrscheinlich, doch die zeitliche und räumliche Enge werfen Fragen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich sind wir auch weiterhin höflich und freundlich zueinander, doch wir verdächtigen einander immer stärker. Was hat es eigentlich mit dem so scheuen Pärchen auf sich, die sich vor den Mitmietern verstecken und ihre Tür verschließen, wenn sie Schritte auf der Treppe hören? Was ist mit der unscheinbaren jungen Frau und ihrem unsichtbaren Freund, der sie nachts stöhnen und schreien lässt, während er wie ein angeschossener Hirsch durch die Nacht brüllt? Und hat sich die patente Frau aus dem dritten Stock nicht immer über die Zeit beschwert, die ihr durch die eine wie die andere Tote gestohlen wurde? Wem kann man noch trauen, wen kennt man eigentlich wirklich in diesem Haus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Theorie hat freilich der Freund, er tendiert nicht wie ich zu Schauergeschichten, sondern sucht eher nach rationalen Erklärungen: beide wären vom Leben gezeichnet gewesen, und diese Zeichnungen wären das längere Aufheben wohl nicht mehr wert gewesen. Ein Herz, eine Leber, ein Leben versagt und endet. Warum also nicht auch zwei? &lt;br /&gt;
Und selbst wenn der Tod kein natürlicher war: hatten nicht beide Frauen oft zweifelhaften Besuch, der nicht hier wohnte, sondern nur immer wieder im Treppenhaus gesehen wurde? Wenig spricht dafür, dass Mörder in diesem Hause wohnen, nur mißtrauische Menschen, die zu viel Zeit und Phantasie hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitunter wünschte ich mir auch einen solchen Rationalismus, denn sicherlich sind beides natürliche Todes- und keine Mordfälle. &lt;br /&gt;
Und dann wieder frage ich mich: woher kommt solch starkes Beharren auf dem scheinbar Rationalen und dem Abraten von jeder Spekulation auf Mord?&lt;br /&gt;
Wie gut kenne ich den Mann, den ich liebe?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut genug, um nicht zweifeln zu müssen</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-06T17:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/5239530/">
    <title>Nachtgedacht | Zweige in die Dunkelheit</title>
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    <description>Endlich mal Glück gehabt: Wo kein Geld ist, kann keins verbrennen. Vielleicht aber ist mir deswegen immer so kalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suizid wird von der vergangenen FAS behandelt. Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben gibt Kontakt zu einer Plastiktütenfirma, die Sterbewilligen Plastiktüten für 60 Dollar verkauft. Wer die Beihilfe zum Selbstmord nicht schon scheiße genug findet, kann sich jetzt zudem also noch über Luxus-Plastiktüten aufregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Winter wird übrigens absolut grauenhaft, wenn die Depression schon vor dem ersten Oktober-Regen einsetzt.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-07T02:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/5215841/">
    <title>Super Online-Dienst</title>
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    <description>Tolle Idee eben gehabt. Für Leute, die wie ich derzeit keinen funktionierenden Drucker besitzen, könnte man einen Service einrichten, wo sie ihre Dokumente ausdrucken und sich zuschicken lassen können. &lt;br /&gt;
Dann aber ist mir eingefallen, daß man nicht immer einen Tag warten kann, bis das Dokument möglichst noch zerknickt im Briefkasten liegt. Da hat man sich ja schneller Kartoffelstempel gebastelt.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-25T14:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/5151762/">
    <title>Aggrophonat</title>
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    <description>Ob ich, fragt meine Mutter am Telefon, das mit den Büchern noch mache oder auch schon wieder aufgegeben habe.&lt;br /&gt;
Am liebsten möchte man manchmal gleich wieder auflegen.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-27T13:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/5129938/">
    <title>À propos Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit</title>
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    <description>Das geht ja nicht. Man darf sich ja nur so frei entfalten, daß man niemandem schadet. Das wiederum behindert die freie Entfaltung. Das Recht auf freie Entfaltung ist daher eine Mogelpackung, da das Einräumen dieser Freiheit sie gleichzeitig wieder beschneidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Mogelpackung fällt mir im Übrigen die neue Verpackung von irgendwelchen SuperPowerUltraSpültabs ein, wo drei oder vier Handvoll davon einzeln in Plastikfolie, diese dann in eine Hartplastikverschalung und diese wiederum in einen Pappkarton eingeschlagen sind. Gesehen habe ich das im Supermarkt, wo ich beinahe einen Aufstand wegen dieser Idiotie gemacht hätte, dann aber habe ich mich zurückgehalten, ich wollte ja nicht, daß sich jemand durch mich bei seinem Einkaufser&lt;strike&gt;o&lt;/strike&gt;lebnis gestört fühlt.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-18T09:21:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/5125100/">
    <title>Breaking Rules</title>
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    <description>Man spielt ja immer noch mit in dem Spiel, auch wenn man dachte, man sei schon raus oder habe wenigstens Pause. Tatsächlich aber hat man sich nur abgefunden mit dem Status Quo, der nicht ein guter sein muß und meistens nicht ist, sondern nur erträglich genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hauch Spontaneität im Leben verrät dagegen recht schnell, inwieweit man festgewachsen ist in seinem Leben und den Erwartungen Anderer. Ein Kurzausflug von 300 Kilometern einfacher Fahrt, ein überraschender Besuch bei den Eltern und der allerbesten Frau Wahl wo gibt, einfach mal zwei Stunden früher zum Markt gehen als sonst. Die Frage &quot;Was machst Du denn hier?&quot; so oft zu hören, ist ein deutliches Zeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir spielen das Spiel, dessen Regeln wir nicht gemacht haben und auch nicht kennen. Wir können nicht aus unserer Rolle fallen, ohne Erwartungen und Vereinbarungen zu brechen, doch worin besteht dann die Freiheit des Geistes und des mündigen Menschen, wenn nicht darin, auch mal zu tun, was die Regeln nicht vorsehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie andere damit überraschen, umso besser. Spontaneität verbreitet sich auch durch Ansteckung. Brechen Sie die Regeln für sich. Und für Andere.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-15T09:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/5103253/">
    <title>Viva la vida</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/5103253/</link>
    <description>Letzte Woche gab es Abschiede. Ein Mann trennte sich unfreiwillig von seinem Kopf in einem kanadischen Bus, die kleinen Eckkneipen durften sich aus dem Nichtraucherschutzgesetz verabschieden, Herr Wolf hat Second Life nach nur einer Woche exzessiver Langeweile wieder deinstalliert, und Wolfgang Clement wurde ziemlich nah an den Ausgang der SPD geschoben, die eigentlich doch um den Verbleib eines jeden Mitglieds kämpfen sollte und nicht um deren Rausschmiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Clement übrigens habe ich vor Jahren einen Beitrag gewidmet, als er Superminister geworden ist. Vor eineinhalb Wochen allerdings, als ich das Archiv wieder einmal befüllt habe und auch über den Superministerbeitrag gefallen bin, habe ich mich gegen ihn entschieden. Clement sei unwichtig, der habe ja nichts mehr zu melden. So kann man sich täuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben geht, Sie haben es sich sicher gedacht, unterdessen einfach weiter. Die Morgen verbringt man auf dem Balkon und schreibt sich die Nacht und die Träume aus dem Gehirn, danach vertreibt die Hitze die Menschen von den Straßen in den Park und die gekühlten Wohnungen. Eva, die fette Nachbarin, schreit ihren Macker lauter an als gewöhnlich, ihr scheint das Wetter auch zuzusetzen. &lt;br /&gt;
Wie Honig klebt sich der restliche Tag den Menschen an die Haut, er fließt über sie hinweg und ehe sie sich versehen haben, sind die Stunden vorbei, in denen man hoffte, einen Sinn in dem zu entdecken, was man tut. Abends dann wieder sitzt man erneut auf dem Balkon und wartet auf die Schwalben, den Sonnenuntergang, die Fledermäuse und die Sterne. Und auf die Kühle, die doch nie kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samstag hat Herr Wolf nicht nur den weltbesten Marmorkuchen gebacken, sondern auch ein richtiges Spiel kennengelernt: Doppelkopf nämlich, das schon mehrfach an ihn herangetragen, doch nie in seinen Kopf gebracht wurde. Das Spielen selbst war wie die Biochemie-Prüfung. Die Regeln waren klar, das Spielfeld abgegrenzt und doch tausend Fallen und Möglichkeiten, Fehler zu machen, Details nicht bedacht zu haben und darum nicht nur nicht zu gewinnen, sondern grandios zu versagen. &lt;br /&gt;
Und so gesehen, war es wie das Leben selbst auch, ein Spiel, das man nur als solches nehmen darf und nicht zu ernst. Wir werfen die Würfel und können nur auf unser Glück hoffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Sie sich im Übrigen fragen, ob ich derzeit ein Lied von Coldplay, das nicht unähnlich dem Titel dieses Beitrags heißt, nicht aus dem Kopf bekomme, dann kann ich nur sagen: Ja. Ich würde um eine Ohrwurmextraktion bitten, fühle mich aber noch nicht bereit dazu. Ich bin noch zu verliebt.&lt;br /&gt;
Statt dessen lasse ich Sie jetzt an einer Premiere teilhaben, ich verweise nämlich erstmals auf ein youtube-Video. &lt;a href=&quot;http://de.youtube.com/watch?v=Y6JZUq562BM&quot;&gt;Gezeigt&lt;/a&gt; wird eine grandiose Coverversion des oben genannten Liedes. Sänger ist Colin Jennisson, der bei broadjam auch &lt;a href=&quot;http://www.broadjam.com/artists/home.php?artistID=13767&quot;&gt;andere Musik&lt;/a&gt; macht. &lt;br /&gt;
Oh. Neuer Ohrwurm.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-04T13:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://neolog.twoday.net/stories/5078074/">
    <title>On-Off</title>
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    <description>Sie kennen das: Sie sitzen mitten im Leben und denken sich, das will ich bloggen, sagen das aber nicht, weil die Menschen um Sie herum kein Verständnis dafür haben. Wie sie überhaupt kein Verständnis dafür haben, was für Sie eigentlich zu den lebenswerteren und interessanteren Dingen auf dieser Welt gehört. &lt;br /&gt;
Und dann, wenn Sie nach einem Taufwochenende in Berlin wieder nach Hause gekommen sind, funktioniert erst mal den ganzen Tag das Internet nicht, das Rezept für den Rotweinkuchen ist verschwunden und die ganzen tollen Ideen zum Bloggen sind auch wieder fort. Erinnerungsfetzig ist nur noch, daß Sie als Touristenführer in Bamberg beinahe auf dänische Landminen getreten wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie das nicht kennen, dann sind Sie auch nicht anders als die Menschen, die das kennen. Wie Menschen eben an sich nicht so besonders anders sind als die anderen. &lt;br /&gt;
Sie trauern und lachen auf gleiche Art, sie spüren gleichen Schmerz und gleiche Freude. Sie essen gleich und trinken gleich, keiner beispielsweise ernährt sich durch die Ohren.&lt;br /&gt;
Und doch sind einige Menschen anders als andere, denn mit denen können wir es aushalten und mit anderen Menschen wiederum können wir das nicht und deswegen sind wir froh, wenn wir wieder zuhause sind und nicht da, wo wir nicht zuhause sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zuhause sind derzeit ja auch wichtige Menschen. Papst B16 beispielsweise, der in Sidney wiederum betont hat, wie wenig Christentum und Kindesmißbrauch zusammenpassen, obwohl die katholische Kirche ihre Pfarrer in Bayern, wenn sie auffällig werden, einfach in andere Diözesen versetzt. Oder Präsidentschaftskandidat BOb, der einen Crashkurs in Außenpolitik bekommt, was ihm wahrscheinlich auch keine größere Expertise einbringen wird als man es von einem kurzen Ausflug erwarten kann. Das ist aber immer noch besser als die Weltferne seines republikanischen Widersachers JMcC, der doch tatsächlich immer noch an einen Sieg der amerikanischen Truppen im Irak glaubt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Wolf im Übrigen wird immer müder. Und das nicht der Uhrzeit wegen. Es scheint, als nehme der Ursprung wieder überhand. Das Plog verödet innerlich, die Metaphern sind verschwunden und die Neologismen fühlen sich an wie die Asche toter Insekten. Es muß was passieren, und doch wird es das nicht. &lt;br /&gt;
Die Wellen rollen an den Strand wie schon seit Jahrmillionen, bis sie endlich auch das letzte Festland verschlungen haben werden.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-22T20:46:00Z</dc:date>
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    <title>Pffffff</title>
    <link>http://neolog.twoday.net/stories/5021610/</link>
    <description>Mal wieder klar, daß nix passiert. Da hänge ich stundenlang am Balkon mit der Kamera und warte auf &lt;a href=&quot;http://neolog.twoday.net/stories/5013117/&quot;&gt;übelste Schlägereien&lt;/a&gt;. Und? Eben: nix.&lt;br /&gt;
Naja. Paris bekommt eine Nachbetrachtung, wahrscheinlich frühestens ... oh. schon wieder Freitag morgen? Dann vielleicht doch erst nächste Woche. Derweil schauen Sie sich vielleicht mal den Wald hinter dem Dorf an (oder gehen anderswo spazieren, solange kein Fußball läuft) oder machen es wie ich heute und entdecken zum x-ten Mal &lt;a href=&quot;http://www.giantitp.com/comics/oots0001.html&quot;&gt;The Order of the Stick&lt;/a&gt;, den großartigen Rollenspielcomic.&lt;br /&gt;
Sonnigen Abend, ich gehe jetzt Salat kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, noch eine Frage: ist Ihnen momentan eigentlich auch weniger nach schwerer Emo-Literatur als nach leichter Sommerunterhaltung für den Badestrand? Suche bei der Gelegenheit im Übrigen noch portablen Strand für unterwegs. Bei Erfindung bitte bei mir melden. Danke.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-26T15:11:00Z</dc:date>
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    <title>Ausland</title>
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    <description>À propos: wundern Sie sich nicht, wenn ich die nächste Woche mal still bin. Ich besuche das schöne Paris, das sich ohne mich ganz einsam fühlen muß, immerhin war ich schon fast drei Monate nicht mehr da. &lt;br /&gt;
Das wird nett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleiben Sie mir gewogen und freuen Sie sich auf ein Wiederlesen. Ich tue selbiges.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-10T14:56:00Z</dc:date>
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    <title>Verregnetes Warten</title>
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    <description>In der Schweiz regnete es nicht.&lt;br /&gt;
Als wäre das Land nicht nur aus dem europäischen Staatenbund, sondern auch vom gesamten Festland abgekoppelt, schien lachende Sonne auf klare, schneebedeckte Berge vor einem knallblauen Himmel.&lt;br /&gt;
Und obwohl ich Regen mag, das habe ich auch immer wieder in Namibia gesagt, wo Regen mitunter mal 16 Monate lang nicht fällt, finde ich das, was momentan da von oben runterkommt, ein wenig zu viel. &lt;br /&gt;
In der Schweiz regnete es nicht, in der Schweiz schien die Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, da ziehe ich hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_____________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benachrichtigung erfolgt Montag, den 9. Juni.</description>
    <dc:creator>Herr Wolf</dc:creator>
    <dc:subject>Von der Front</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Herr Wolf</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-04T16:01:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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